Promotionsrecht an Hochschulen wird evaluiert

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Hessen hat als erstes Bundesland 2016 den Hochschulen für angewandte Wissenschaften – den früheren Fachhochschulen – das Promotionsrecht für Fachrichtungen mit entsprechender Forschungsstärke verliehen.

Nun steht die Evaluation dieses Rechts an, die das Hessische Hochschulgesetz fünf Jahre nach der Verleihung vorsieht. Den Vorsitz der Evaluationskommission hat Professor Dr.-Ing. Matthias Kleiner, Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, übernommen.

„Wir erwarten von der Evaluation wertvolle Empfehlungen zur weiteren Ausgestaltung, damit Hessens HAWen in der Ausbildung von Promovierenden auch weiterhin strategisch gut aufgestellt sind und ihre Forschungsstärke national und international ausstrahlt“, erklärt Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Dass wir Professor Kleiner als Vorsitzenden für eine auch insgesamt herausragend besetzte Kommission gewinnen konnten, bürgt für ein fundiertes und differenziertes Ergebnis. In der Kommission sind Persönlichkeiten aus verschiedenen Einrichtungen des Wissenschaftssystems vertreten, wodurch unterschiedlichen Perspektiven auf die Evaluation des Promotionsrechts gewährleistet sind.“

Seit 2016 sind in Hessen sieben Promotionszentren an HAWen entstanden. Die vier ältesten Zentren stehen nun zur Evaluation an: Soziale Arbeit an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden, Sozialwissenschaften mit den Schwerpunkten Globalisierung, Europäische Integration, Interkulturalität sowie Public Health an der Hochschule Fulda und Angewandte Informatik an der Hochschule Darmstadt. Die Promotionszentren arbeiten häufig interdisziplinär und transregional zusammen, weshalb als weitere Beteiligte die Frankfurt University of Applied Sciences zu nennen ist. Der Kommission gehören neben dem Vorsitzenden Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg von der Universität Potsdam, Prof. Dr. Stefan Hornbostel von der HU Berlin, Prof. Dr. rer. nat. Christian Facchi von der TH Ingolstadt und Professorin Dr. Anne Friedrichs, ehemalige Präsidentin der Hochschule für Gesundheit Bonn, an. Die Kommission wird zudem von ausgewiesenen Fachgutachtenden unterstützt. Der Evaluationsprozess wird voraussichtlich im Frühjahr 2022 abgeschlossen sein.

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