Eine von 16 weltweit: THM-Absolventin erhält Zonta-Award

Als eine von 16 weltweit ist die THM-Absolventin Sarah Pappert mit dem internationalen „Zonta Women in STEM Award 2026" der Zonta International ausgezeichnet worden. Foto: THM

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Sie ist ein Vorbild für Frauen in der Wissenschaft: Sarah Pappert, Absolventin der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), ist mit dem internationalen „Zonta Women in STEM Award 2026" der Zonta International ausgezeichnet worden. Damit gehört sie zu einer von 16 ausgewählten Preisträgerinnen weltweit, die für ihre herausragenden Leistungen in den MINT-Fächern geehrt werden.

Sarah Pappert hat ihr Bachelor- und Masterstudium in Physik und Technologie für Raumfahrtanwendungen an der THM sowie der Justus-Liebig-Universität (JLU) mit Bestnoten abgeschlossen. Heute forscht sie als Doktorandin am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik im Bereich Astrophysik. Ihre Arbeit verbindet die Entwicklung hochmoderner Instrumente mit wissenschaftlichen Analysen – mit Fokus auf hochauflösenden Beobachtungen von Schwarzen Löchern und der Entwicklung von astronomischen Instrumenten der nächsten Generation. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung ist die Mitarbeit am Instrument MICADO (Multi-AO Imaging Camera for Deep Observations), das für das Extremely Large Telescope (ELT) in Chile entwickelt wird. Dieses Teleskop zählt zu den ambitioniertesten astronomischen Großprojekten weltweit und soll neue Einblicke in das Universum ermöglichen.

Bereits während ihres Studiums sammelte die junge Wissenschaftlerin internationale Erfahrungen in der Forschung, unter anderem am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) sowie am Max-Planck-Institut für Radioastronomie. In ihrer Masterarbeit, die im Kontext eines Experiments auf der Internationalen Raumstation (ISS) entstand, untersuchte sie die Strahlenresistenz von Künstlicher Intelligenz. Damit leistete sie einen Beitrag zum Verständnis, wie zuverlässig KI-Systeme unter extremen Bedingungen sind. Neben ihrer wissenschaftlichen Arbeit engagiert sich Sarah Pappert in der Wissenschaftskommunikation sowie der Förderung von Frauen im MINT-Bereich. Sie setzt sich dafür ein, junge Frauen zu ermutigen, eine Karriere in der Wissenschaft einzuschlagen.

„Diese Auszeichnung bedeutet mir sehr viel, da sie nicht nur meine Arbeit würdigt, sondern auch Werte widerspiegelt, die mir besonders am Herzen liegen", sagt sie. „Sichtbarkeit ist ein entscheidender Schritt hin zur Normalisierung: Je vielfältiger die Vorbilder sind, die wir in der Wissenschaft sehen, desto selbstverständlicher wird es für zukünftige Generationen, sich selbst in diesen Rollen zu sehen. Gleichzeitig trägt dies dazu bei, Perspektiven innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu verändern, indem betont wird, dass Exzellenz durch Ideen, Neugier und Fähigkeiten definiert wird", erklärt Pappert. „Wissenschaft lebt von Vielfalt, und es ist entscheidend, dass wir weiterhin ein Umfeld schaffen, in dem sich alle ermutigt fühlen, einen Beitrag zu leisten."

Die junge Forscherin möchte die Plattform, die ihr der Award bietet, nutzen, um junge Menschen – vor allem Mädchen – zu ermutigen, an ihre Fähigkeiten zu glauben und ihren eigenen Weg zu gehen. Der mit 10.000 US-Dollar dotierte Zonta Award ist nicht nur mit einer Mitgliedschaft im internationalen Netzwerk verbunden, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, die eigene Forschung und gesellschaftliches Engagement weiter auszubauen. Für die Doktorandin ist die Auszeichnung Motivation und Verantwortung zugleich: „Ich möchte nicht nur durch meine Forschung einen Beitrag leisten, sondern auch andere unterstützen und ein Umfeld mitgestalten, in dem sich Talente vorurteilsfrei entfalten können."

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Als eine von 16 weltweit ist die THM-Absolventin Sarah Pappert mit dem internationalen „Zonta Women in STEM Award 2026" der Zonta International ausgezeichnet worden. Foto: THM



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