Zum Artikel "Quellenschule Bad Vilbel: Fertigstellung verzögert sich" meldet sich WETTERAU.NEWS-Leser Erich Schleßmann mit diesem Leserbrief zu Wort.
"Mit Verlaub, das halte ich für nachgerade peinlich. Die vorgeschützten Gründe der Verzögerung bei der Quellenschule sind durchaus üblich. Trotzdem sollten Bauten rechtzeitig, gerade wenn es um Kitas oder Schulen geht, fertiggestellt werden. Das Problem dürfte sein, darauf deutet auch das Ausscheiden einer Firma für ein Gewerk hin, dass wohl die ausschreibungsbedingte Preisspirale der Angebote nach unten und nicht die Qualität der Bauausführung den Ausschlag gegeben hat. Diese sinnlose und in der Konsequenz teurere Orientierung der staatlichen Gebietskörperschaften ist unbedingt überholungsbedürftig, damit die häufigen Nachteile für die Auftraggeber, aber auch markante Fehler, Verzögerungen und zusätzliche erhebliche Kosten für Nachbesserungen überwunden werden können. Die Leidtragenden bei den Schulen sind die Schüler, Lehrer und Eltern.
Besonders bemerkenswert ist die Betonung, dass der Schulträger Wetteraukreis seit 20 Jahren keinen Schulneubsu trotz teilweise erheblich steigender Schülerzahlen mehr begleitet hat - und, unausgesprochen, so das nötige Know-how fehlen könnte. Umgekehrt wird ein Schuh bzw. Bau daraus: Gerade in einer solchen Situation ist eine Verwaltung verpflichtet, intensiv zu arbeiten und zu lernen, damit das Produkt gut und just in time fertig wird.
Auszubaden hat es die Regenbogenschule in Dortelweil, die die Dürftigkeit des gesamten Vorhabens nun auffangen muss. Dass dabei der Öffentlichkeit die konkrete Zahl der umzusiedelnden Schüler vorenthalten wird - wer weiß schon in der breiten Öffentlichkeit, wie groß drei Klassen sind -, ist dann nur noch konsequente Folge des allseitigen Versagens. Übrigens: Der aktuelle Schulentwicklungsplan des Schulträgers geht von 67 Kindern in den drei ersten Klassen aus."
Erich Schleßmann
Bad VIlbel
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