Um Förderung für Frauen-Notruf kämpfen

Politik
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Vertreterinnen der Frauen-Union Wetterau und der CDU Nidda besuchten in der vergangenen Woche gemeinsam mit dem CDU-Bundestagskandidaten Dr. Thomas Pauls den Frauen-Notruf Wetterau e.V. in Nidda.

Als Fachberatungsstelle bei körperlicher, psychischer und sexualisierter Gewalt berät der Frauen-Notruf Wetterau Frauen, Mädchen und Transpersonen ab 16 Jahren. Nach aktuellen Entwicklungen gefragt, führte die Beraterin Jeanette Stragies aus, dass im vergangenen Jahr die Fälle von sexualisierter Gewalt, wie beispielsweise Vergewaltigungen, stark zugenommen haben. Auch hat sie nach gut einem Jahrzehnt Beratungsarbeit den Eindruck, dass Frauen, die von Gewalt betroffen sind, zunehmend mit einer Vielzahl zusätzlicher Belastungen konfrontiert werden. Dazu gehören finanzielle Sorgen, Fragen zu Sorge- und Umgangsrecht, Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche sowie der Umgang mit Drogen- und Alkoholkonsum. In diesem Fällen ist eine enge Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen nötig, um den Frauen nachhaltig zu helfen. Allein könne der Frauen-Notruf dies nicht leisten. 

In Bezug auf die Finanzierung erklärten die Mitarbeiterinnen, dass der Kreis und das Land den größten Anteil der Mittel bereitstellen, aber auch die Wetterauer Kommunen und Städte zur Finanzierung beitragen. Dennoch würden Eigenmittel benötigt, um die laufenden Kosten zu decken. Carolin Häuser, Vorsitzende der Frauen-Union Wetterau, betonte, dass der Zeitaufwand zur Mittelbeschaffung besser in der direkten Beratungs- und Präventionsarbeit investiert wäre. Dr. Thomas Pauls unterstrich, dass auch in Zeiten knapper Haushalte eine zuverlässige Unterstützung der Hilfesysteme unerlässlich sei.

Positiv wurde die Nachricht über die Gründung einer neuen Beratungsstelle aufgenommen. Unter dem Namen „pepper“ baut der Frauen-Notruf eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche als Mitbetroffene Häuslicher Gewalt auf und möchte damit eine Versorgungslücke schließen. Viele Klientinnen haben Kinder, die die Gewalt gegen die Mutter täglich miterleben, aber auch in der Präventionsarbeit mit Kindern und pädagogischen Fachkräften spielt das Thema eine große Rolle. Daher freuen sie sich, diesen Schritt nun zu gehen und hoffen auch auf Unterstützung vonseiten der Politik, führte die Präventionsfachkraft Jannina Klein aus.

Nach einem intensiven Austausch und der Übergabe des Jahresberichts sowie weiteren Infomaterialien verabschiedeten sich die Gäste von den Mitarbeiterinnen des Frauen-Notrufs.

frauennotrufpauls az



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