Kreiskämmerer Matthias Walther bringt Haushaltsplan 2021 ein

Politik
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Den Entwurf des Haushaltsplans für das Jahr 2021 brachte Kreiskämmerer Matthias Walther am Mittwoch,28. Oktober, zur Beratung in den Wetterauer Kreistag ein. Die Entscheidung, statt des ursprünglich geplanten Doppelhaushalts einen Einzelhaushalt zu erstellen, war bereits im Frühjahr gefallen.

Kreiskämmerer Matthias Walther Haushaltsentwurf 2021.jpg

„Aufgrund einbrechender Erlöse und steigender Aufwendungen durch die Corona-Pandemie war der Planungshorizont für einen Doppelhaushalt nicht mehr gegeben“, erklärt Walther.

„Um den Wetteraukreis handlungsfähig zu halten und erforderliche Maßnahmen umsetzen zu können ist ein genehmigter Haushaltsplan besonders in Zeiten der Krise wichtig“, bekräftigt der Kämmerer. „Der vorgelegte Haushaltsplanentwurf berücksichtigt derzeit erkennbare Veränderungen durch die Pandemie.“

Eine Vielzahl von Stützungsmaßnahmen durch Bund und Land, so auch die höhere Zuweisung des Bundes bei den Kosten der Unterkunft, wurden im vorgelegten Entwurf bereits berücksichtigt. Trotz dieser Maßnahmen weist der Haushaltsentwurf bei einem Gesamtvolumen von 436 Mio. Euro ein leichtes Defizit von 7,8 Mio. Euro im ordentlichen Ergebnis aus.

„Trotz dieses Defizits ist es durch gezielte Planungen gelungen das hohe Maß an Investitionen im Schulbau aufrecht zu erhalten, das den wachsenden Schülerzahlen Rechnung trägt. Gleiches gilt für die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur des Kreises. Bestehende Leistungen werden nicht gekürzt, Investitionsvorhaben bleiben bestehen. Steigende Aufwendungen im Sozialbereich können teilweise durch höhere Zuweisungen seitens des Bundes kompensiert werden“, so Walther.

„Es bleiben extreme Unsicherheiten, die sich in der aktuellen Situation wieder verschärfen. Äußerste Haushaltsdisziplin ist unbedingt erforderlich, denn ein Ende der Corona-Krise ist noch nicht abzusehen. Die finanziellen Auswirkungen treffen uns als Landkreis zeitverzögert, so dass sich stärkere Einnahmeeinbrüche für die Folgejahre abzeichnen“, prognostiziert der Kreiskämmerer und mahnt damit vor zu hohen Erwartungen für die Jahre 2022 und 2023.

Die Kreistagsabgeordneten haben in den nächsten Wochen Gelegenheit, sich mit dem Zahlenwerk detailliert auseinanderzusetzen und in den Fachausschüssen und -kommissionen zu beraten. Die Verabschiedung des Haushalts ist noch in diesem Jahr in der Dezembersitzung des Kreistags geplant.

Foto: Kreiskämmerer Matthias Walther stellt die Eckpunkte des Haushaltsplanentwurfs 2021 vor.



PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!

online werben