Von Rockenberg kann man lernen. Das stellten der Ortsvorsitzende der FDP Butzbach Matthias Dubowy, der Butzbacher Stadtrat Norbert Gonter und der Ortsvorsitzende der FDP Bad Nauheim Julius Ulowetz bei ihrem Besuch des Rockenberg Bürgerbüros fest. Empfangen wurden sie von der Bürgermeisterin Olga Schneider und Felix Wirth, zuständig für das digitale Bürgerbüro.
Die Gemeinde Rockenberg bietet viele Dienstleistungen des Melde- und Standesamtes bereits online an. Auch ein Personalausweis kann online beantragt werden, lediglich für das Foto und den Fingerabdruck, ist noch ein Vor-Ort-Besuch nötig.
Bürgermeisterin Schneider zeigte sich sichtlich zufrieden mit den Fortschritten: „Wir müssen als Kommune mit der Zeit gehen und Digitalisierung auch als Kommune vorantreiben, auch wenn es Arbeit macht. Als Gemeinde Rockenberg wollen wir hier Vorreiter sein", so Schneider. Auch in der Infrastruktur sei Rockenberg weit vorne mit dabei. Der Glasfaserausbaustreckenausbau liege bei 100%. Damit habe Rockenberg klare Standortvorteile.
Auch die Integration in die internen Prozesse sei im digitalen Bürgerbüro gewährleistet, so spare nicht nur der Bürger Zeit, sondern auch die Behörde selbst. Ein sehr gutes Beispiel sei hier das neue Kita-Verwaltungsprogramm „Kita-Plus", da es bspw. komplett mit der Buchhaltung verbunden sei. Auch wenn die Integration erst einmal viele Ressourcen binde. Stärkere interkommunale Zusammenarbeit würde hier sehr helfen, führte Schneider aus. „Es muss nicht jede Kommune das Rad neu erfinden, denn am Schluss stehen sie vor den gleichen Herausforderungen. Gelungene Digitalisierung muss Skalierbarkeit und Übertragbarkeit bedeuten", pflichtete Dubowy bei.
Wirth präsentierte den Besuchern außerdem noch den sog. Bürgerkoffer. Damit seien Hausbesuche für die Passbeantragung bei Menschen möglich, die es aus verschiedenen Gründen nicht mehr in das Bürgerbüro schaffen. Auch für die JVA sei dieser sehr hilfreich.
„Behörden sind Dienstleister für den Bürger nicht umgekehrt, diese Mentalität wird hier gelebt", fasste Ulowetz den Besuch zusammen. Und Dubowy ergänzte: „Gerade in der Digitalisierung könnten Kommunen viel gewinnen, wenn sie mehr voneinander und miteinander lernen würden."

v.l.n.r. Felix Wirth, Norbert Gonter, Olga Schneider, Matthias Dubowy, Julius Ulowetz (Foto: FDP Wetterau)
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