Mit unterschiedlichen Maschen versuchten auch am Mittwoch, 9. Dezember, wieder Telefon-Betrüger den Menschen in der Wetterau das Geld aus den Taschen zu ziehen. So rief gegen 8 Uhr ein Betrüger in Ortenberg an und gab sich als Angestellter der Firma Microsoft aus. Angeblich sei der Rechner des Angerufenen Ortenbergers gehackt worden.
Um Schaden abzuwenden sei dringend die Säuberung der Daten notwendig, dazu solle der Ortenberger ein Programm auf seinem PC installieren. Aus Angst vertraute er dem Anrufer und befolgte die Anweisungen. Statt jedoch Schaden abgewendet zu haben, brachten die Betrüger den Ortenberger um einen Teil sein Ersparten. Da sie aufgrund der aufgespielten Software offenbar Zugriff auf den Rechner des Mannes hatten, griffen die Ganoven auf sein Konto zu und hoben Geld ab. Außerdem belasteten sie sein PayPal-Konto. Dem Mann entstand ein Schaden in Höhe von gut 600 Euro.
Mit dem gleichen Trick versuchten es die Gauner gegen 10.30 Uhr und einem weiteren um 14 Uhr bei einem Büdinger. Der Mann erkannte den Schwindel und legte auf. Gegenüber einer 75-jährigen Bad Vilbelerin gab sich die weibliche Stimme am Telefon als Enkelin aus. Sie benötige dringend Bargeld für den Kauf einer Wohnung in Frankfurt erörterte sie bei ihrem Anruf gegen 15.30 Uhr. Die junge Frau wollte, dass es schnell geht, wegen der einmaligen Chance. Die Bad Vilbelerin entgegnete, dass sie selbst kein Geld habe, woraufhin das Gespräch beendet wurde. Die Polizei bittet eindringlich darum am Telefon vorsichtig und achtsam zu sein.
Die Polizei rät: Geben Sie keine Informationen über Lebensumstände und Wertgegenstände am Telefon preis - auch wenn der Anrufer Sie unter Druck setzten möchte. Geben Sie niemals Passworte weiter und lassen Sie Dritte nicht auf Ihren PC zugreifen. Besprechen Sie sich mit Vertrauenspersonen, bevor Sie Dinge veranlassen.
Behörden und seriöse Unternehmen agieren nicht in dieser Form und fragen niemals am Telefon nach sensiblen Daten. Verwenden Sie niemals Rufnummern, die man Ihnen mitteilt oder die Sie auf dem Display sehen. Diese könnten gefälscht sein. Betätigen Sie auch nicht die Rückruftaste, sondern suchen Sie die Nummern selbst heraus und wählen Sie neu.
Die örtlichen Polizeidienststellen stehen Ihnen zur Seite. Platzieren Sie deren Rufnummern beim Telefon, um den Kontakt in stressigen Situationen zu erleichtern. Auch über den Notruf 110 können Sie anrufen, wenn Eile geboten ist.
Zögern Sie nicht, das Gespräch von sich aus zu beenden. Angehörige und Bekannte, auch die richtige Polizei haben Verständnis für Ihre Vorsicht. Hinweise und Tipps zur Verhinderung verschiedener Betrugsmaschen finden Sie im Internet unter www.polizei-beratung.de
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