Wetteraukreis: Schockanrufer ergaunern 44.000 Euro

Blaulicht
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Ein 87-jähriger Senior aus dem Wetteraukreis erhielt am Dienstagvormittag einen Anruf eines Mannes, der sich als Polizeibeamter ausgab. Der Anrufer stellte sich als Ermittler des "Einbruchsdezernats" vor. Er ließ den 87-Jährigen glauben, dass sein Erspartes auf der Bank nicht sicher sei, weil ein Bankmitarbeiter mit einer osteuropäischen Bande zusammenarbeite und ihn um sein Geld bringen wolle.

Um dies zu verhindern, müsse er seine Ersparnisse vorübergehend der Polizei zur Verwahrung geben. Am nächsten Tag werde ihm das Geld wieder zurückgebracht. Der Wetterauer hob daraufhin eine größere Summe Bargeld bei seiner Bank ab. Der falsche Polizist redete dem Mann zuvor ein, dass er zur Verschwiegenheit verpflichtet sei und niemandem etwas von dem Anruf erzählen dürfe. Als er nach Hause zurückkehrte, wiesen die Betrüger den Rentner am Telefon an, das Geld in eine Tasche zu packen und diese vor der Haustür abzulegen. Auch dieser Anweisung kam der 87-Jährige nach. Kurz nachdem er die Tasche auf dem Grundstück abgelegt hatte, wurde sie durch einen Unbekannten abgeholt. In der Tasche befanden sich 44.000 Euro Bargeld.

Die Polizei rät dazu, am Telefon keine Auskünfte über Vermögensverhältnisse zu erteilen. Durch die Polizei werden telefonisch keine Fragen zu möglichen Geldzahlungen gestellt. Außerdem werden Sie nicht aufgefordert niemandem von einem Anruf zu erzählen. Versichern Sie sich, dass Sie wirklich mit einem Polizisten sprechen, in dem Sie ihre örtliche Polizeidienststelle oder den Notruf 110 kontaktieren. Stellen Sie zuvor sicher, dass Sie das Gespräch mit dem Anrufer auch wirklich beendet und den Hörer aufgelegt haben. Übergeben oder hinterlegen Sie niemals Geld an oder für Unbekannte. Ziehen Sie, wenn Sie unsicher sind, Verwandte, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen hinzu. Außerdem empfiehlt die Polizei innerhalb der Familie und dem Bekanntenkreis Angehörige zu sensibilisieren und auf die Maschen der Betrüger hinzuweisen. Hinweise zum Schutz vor gängigen Betrugsmaschen finden Sie auch unter www.polizei-beratung.de.

 



PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!

online werben