Future Skills können junge Menschen nicht nur an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) studieren. Die Lehrenden haben sich dazu auch aktuell mit Lehrkräften ausgetauscht.
Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der THM, Prof. Dr. Stephanie Hanrath, hat die Schulleitungen mittelhessischer Gymnasien, Fachoberschulen und Berufsschulen dazu eingeladen. Das Programm hat die Kontaktstelle Schule&THM organisiert. Insgesamt 21 Teilnehmende aus 17 Schulen sind der Einladung gefolgt, unter anderem aus Gießen, Marburg, Friedberg, Butzbach, Wetzlar, Weilburg und Alsfeld. Im Zentrum der Veranstaltung stand Prof. Dr. Michael Guckerts Vortrag zum Thema „Future Skills und Kritisches Denken im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz". Future Skills sind zukunftsrelevante Kompetenzen – eine Mischung aus digitalen, technologischen, transformativen und klassischen Fähigkeiten –, die Menschen benötigen, um in einer sich ständig wandelnden Arbeits- und Lebenswelt erfolgreich zu bestehen, da sich durch Digitalisierung und Strukturwandel Berufe und Aufgaben verändern.
Neben Lehrbeispielen aus dem THM-Studiengang Future Skills and Innovation blickte Prof. Guckert dabei besonders auf eine Fähigkeit, die bereits in der Schule vermittelt werden sollte: das kritische Denken. Dazu gehören für ihn Recherche und Bewertung von Quellen, Entscheidungsfindung als Grundlage für weitere Handlungsschritte und Reflexion, also prüfendes Nachdenken. Gerade in Zeiten von Künstlicher Intelligenz, in der immer mehr Fake News und Deep Fakes verbreitet werden, sei es besonders wichtig, dass Menschen in der Lage sind, Behauptungen zu analysieren und zu evaluieren. „Kritisches Denken sollte ein Ideal der Ausbildung werden beziehungsweise bleiben", sagte Guckert.
Die teilnehmenden Schulleitungen äußerten Bedenken, dass das Suchtpotential sozialer Medien so hoch sei, dass Jugendliche nicht dauerhaft einen kritischen Blick behalten könnten. Das Instrument des kritischen Denkens sei aber sinnvoll als Augenöffner, um Fakes und Algorithmen kritisch zu hinterfragen. Zum Thema KI gab Guckert den Anwesenden mit auf den Weg, dass sie durchaus sinnvoll eingesetzt werden kann. Projekte, die KI direkt adressieren, seien förderlich, im Gegensatz zu Projekten, die leicht mit KI gelöst werden können.
„Aus Sicht der Hochschulleitung ist uns der Austausch mit den Schulen ein besonderes Anliegen, da wir im Bildungssystem oft vor den gleichen Herausforderungen stehen", erklärte THM-Vizepräsidentin Prof. Dr. Stephanie Hanrath. Anschließend nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich über weitere aktuelle Herausforderungen auszutauschen. „Es freut uns sehr, dass wieder so viele Schulleitungen unserer Einladung gefolgt sind. Gerade die Slots zum persönlichen Austausch bieten uns allen gute Gelegenheiten über die aktuellen Entwicklungen, Herausforderungen und Pläne des jeweils anderen ins Gespräch zu kommen", sagte Jutta Müller, die Leiterin der Zentralen Studienberatung an der THM abschließend.

Vizepräsidentin der THM, Prof. Dr. Stephanie Hanrath, berichtet zu Aktuellem aus der Hochschule. Foto: THM
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