Gießen: THM nimmt zum zweiten Mal an Begabtenförderung teil

Landkreis Gießen
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Spektroskopie, 3D-Druck oder angewandte KI: 60 leistungsstarke Schülerinnen und Schüler aus der Region haben während eines besonderen Projekttages an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) in Gießen experimentiert und erlebt, wohin sie ihr Weg nach dem Studium eines MINT-Faches führen kann.

Mehr als 300 Jugendliche hatten sich um die vorhandenen Plätze des Projekttags „Strahlung" beworben, der Teil der Begabtenförderung „Digitale Drehtür Hessen" ist, einem Förderprogramm des Hessischen Kultusministeriums. Die THM war nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung im vergangenen Jahr ein weiteres Mal im fachlichen Schwerpunkte MINT dabei. Die Projektleitung an der THM hatte Daniel Thölken vom Fachbereich Mathematik, Naturwissenschaften und Datenverarbeitung (MND) inne. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus den Fachbereichen MND und Wirtschaftsingenieurwesen (WI) unterstützten ihn, um den Schülerinnen und Schülern vielfältige Experimente und praktische Anwendungsfelder an insgesamt acht Stationen zu zeigen. Beispielsweise stand die Analyse von Licht und Lichtquellen zur Charakterisierung von Elementen oder optischen Bauelementen im Fokus des Themenfeldes Spektrometrie. So analysierten die Schülerinnen und Schüler nicht nur spezielle Laborlampen, sondern auch die Besonderheiten und Unterschiede der verschiedenen Smartphone-Beleuchtungen sowie die Grenzen des menschlichen Auges in der Farbwahrnehmung. Sie experimentierten auch mit spannenden Phänomenen der Lichtpolarisation und bekamen deren technische Anwendungen beim 3D-Kino oder bei Sonnenbrillen aufgezeigt.

Dass Mathematik ein essenzielles Handwerkzeug darstellt, lernten die Teilnehmenden anhand mathematischer Optimierungsprozesse. Ausgehend von praxisnahen Beispielen entwickelten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam Strategien, wie man in wirtschaftlichen und industriellen Anwendungen mit Hilfe bekannter Algorithmen Ideen für Optimierungsprozesse umsetzen kann. Wie alltäglich Künstliche Intelligenz inzwischen ist, zeigten die THM-Mitarbeitenden den Jugendlichen gleich an mehreren Stationen. Unter anderem lernten sie, wie Smartphones und Kamerasysteme zur Mikroanalyse spezielle Aufnahmetechniken wie das „focus stacking" nutzen, um Bilder mit hoher Schärfentiefe zu erzeugen. Ebenso lernten die Schülerinnen und Schüler leistungsstarke Programme zur Bildmanipulation und Nachbearbeitung kennen, die oft Realität und Wirklichkeiten miteinander verschwimmen lassen. Neben dem Einblick in Labore und Lehrinhalte konnten sich die Schülerinnen und Schüler während des Projekttages auch mit Studierenden an der THM über ihre Erwartungen und Erfahrungen austauschen.

Koordinatorin der Begabtenförderung des Landgraf-Ludwig-Gymnasiums Gießen, Sabine Schilling, freute sich über den abwechslungsreichen Tag mit spannendem Programm an der THM: „Der MINT-Projekttag war für unsere besonders interessierten und begabten Schülerinnen und Schüler eine großartige Gelegenheit, Wissenschaft hautnah zu erleben. Besonders beeindruckt hat mich die Vielfalt der Themen aus Physik und Mathematik sowie der starke Praxisbezug. Die Jugendlichen konnten experimentieren, Fragen stellen und echte Einblicke in die Arbeit an einer Technischen Hochschule gewinnen." Die Schülerinnen und Schüler hätten am Ende des achtstündigen Tages begeistert von ihren Erfahrungen berichtet, was zeige, wie wertvoll solche Angebote zur Förderung junger Talente seien.

Aus folgenden Schulen haben Jugendliche am MINT-Projekttag „Strahlung" an der THM teilgenommen: Landgraf-Ludwigs-Gymnasium Gießen, Kaiserin-Friedrich-Gymnasium Bad Homburg, St. Angela Königstein, Alfred-Wegener-Schule Kirchhain, Alexander-von-Humboldt-Schule Lauterbach, Herderschule Gießen, Altkönigschule Kronberg, Gesamtschule Hungen, Gymnasium Philippinum Marburg, Weidigschule Butzbach, Singbergschule Wölfersheim und Alfred-Wegener-Schule Kirchhain.

THM nimmt zum zweiten Mal an Begabtenfrderung teil AG

Schülerinnen und Schüler experimentieren mit dem spannenden Phänomen wie Spektroskopie oder Lichtpolarisation und lernen deren technische Anwendung beispielsweise im 3D-Kino kennen. Foto: THM



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