Trotz Corona: RMV erhöht die Preise

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Ein gemischtes Bild des Geschäftsjahrs 2020 hat sich dem RMV-Aufsichtsrat laut einer Pressemitteilung bei seiner jüngsten Sitzung gezeigt: Die Zahl der Fahrgäste sei pandemiebedingt auf 524 Millionen gesunken. 2019 seien es noch 808 Millionen gewesen. Erfreulich hingegen hätte sich die Pünktlichkeit und die Anzahl der RMV-JobTicket-Verträge entwickelt.

"So lag die Pünktlichkeit der S-Bahnen in Rhein-Main um 2,4 Prozentpunkte über dem Vorjahr. Die im Vergleich mit anderen großen Verkehrsverbünden bereits vor der Pandemie hohe Anzahl an RMV-JobTicket-Verträgen stieg Corona zum Trotz im zurückliegenden Jahr nochmals von 320 auf 397. Auch jenseits der JobTickets blieben fast alle Stammkundinnen und -kunden dem RMV treu: Mehr als 60 Prozent der Einnahmenrückgänge gehen auf Gelegenheitsfahrten zurück, für die in Pandemiezeiten die Anlässe entfielen. Passend zu den Herausforderungen des Corona-Jahrs führte der RMV im Jahr 2020 eine Auslastungsprognose ein, die Fahrgäste über die voraussichtliche Fahrgastnachfrage der jeweiligen Verbindung informiert. Außerdem wurde mit dem RMV-PrepaidRabatt das erste rein digitale Tarifprodukt eingeführt. Seit seiner Einführung Ende August 2020 haben bereits rund 12.000 Fahrgäste das Angebot genutzt und dabei rund eine Million Euro Guthaben eingezahlt", so der Konzern.

"Moderate Tarifanpassung im Sinne des Klimaschutzes"
Mit der Begründung wachsender Aufwände beschloss der RMV-Aufsichtsrat, die Fahrpreise zum 1. Januar 2022 um durchschnittlich 1,5 Prozent steigen zu lassen. „Die Tarifanpassung liegt auf dem moderaten Niveau der vergangenen Jahre“, sagt Ulrich Krebs (CDU), stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Landrat des Hochtaunuskreises. „Corona hat Unternehmen wie auch Bürgerinnen und Bürger schwer gebeutelt. Der Aufsichtsrat hat hier im Sinne der Fahrgäste und des Klimaschutzes die Preissteigerung erneut auf das absolut Zwingende begrenzt.“   

„Die berechtigten Gehaltszuwächse des Fahrpersonals und steigende Energiekosten sorgen für deutlich höhere Aufwendungen“, sagt RMV-Geschäftsführer Prof. Knut Ringat. „Den dreifachen Spagat zwischen steigenden Kosten, attraktiven Fahrpreisen und einem dichten Angebot kann der ÖPNV nur dann dauerhaft vollziehen, wenn die Finanzierung nachhaltig gesichert ist – möglicherweise auch über alternative Finanzierungsformen.“

Um den temporär reduzierten Mehrwertsteuersatz weiterzugeben und Fahrgäste finanziell zu entlasten, habe der RMV im Jahr 2021 bereits die Tarifanpassung vom 1. Januar auf den 1. Juli verschoben. So hätten die Fahrgäste sechs zusätzliche Monate von den Fahrpreisen des Jahres 2020 profitiert. Die nun beschlossene Tarifanpassung erfolge wieder im üblichen Rhythmus zum 1. Januar.

Preise für Hessenticket, Seniorenticket und Schülerticket bleiben gleich
Die Preise des Seniorenticket Hessen und des Schülerticket Hessen für Schülerinnen, Schüler und Auszubildende ändern sich nicht. Für weiterhin 365 Euro fahren Nutzerinnen und Nutzer ein Jahr lang mit dem ÖPNV durchs ganze Bundesland. Auch das Hessenticket bleibt beim Preis von 36 Euro. Hiermit können weiterhin bis zu fünf Personen einen Tag lang durch ganz Hessen fahren. 

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