Mit einem beeindruckenden Melodienreigen aus der Stadt Wien wurden die Zuhörer im Kloster Engelthal in Altenstadt bereits am ersten Abend empfangen und ihnen wurde ein unvergesslicher Abend beschert. Hans E. Seum (1.Vors.) der Altenstädter Gesellschaft für Geschichte und Kultur, begrüßte die Gäste herzlich und bedankte sich bei den Sponsoren und Förderern, insbesondere bei der Sparkasse Oberhessen, deren großzügige Unterstützung diese Veranstaltung erst möglich gemacht habe.
Das Motto des Abends war „Gruß aus Wien“ und versprach ein musikalischer Höhepunkt zu werden mit dem renommierten Ensemble „Concilium musicum Wien“, das unter der Leitung von Christoph Angerer das Publikum mit einer sorgfältigen Auswahl klassischer Werke verzauberte. Er selbst musizierte nicht nur mit einer Viola, sondern auch mit einer Viola d’amore aus dem Jahr 1749, mit 14 Saiten. Das Ensemble bestand aus weiteren herausragenden Musikern, wie Milan Nicolic (Violine), Ute Groh (Violoncello) und Robert Pinkl (Traversflöte).
Das Programm des Abends begann mit Joseph Haydns „Divertimento in D-Dur“, welches mit einem langsamen Satz beginnt, worauf ein Menuett folgt und erst das Finale ist schnell und virtuos angelegt. Es folgte vom Komponisten Johann Georg Albrechtsberger, einem Lehrer von Ludwig van Beethoven, welcher über 500 Kompositionen und Werke schuf, „Partita II in D-Dur“ für Viola d’amore, Violine und Violoncello. Ein Höhepunkt war dann Wolfgang Amadeus Mozarts „Quartett in D-Dur“ aus seiner Mannheimer Zeit, das mit seiner Klarheit, Eleganz und virtuosen Passagen das Publikum in seinen Bann zog.
Nach einer kurzen Pause wurden Werke des Komponisten Paul Angerer, der Vater des Leiters des Wiener Ensembles, aufgeführt; er wurde auch als österreichischer Hindemith bezeichnet. Die präsentierten Werke waren dynamisch, feurig, spannungsgeladen, wobei sich abwechselnd feinfühlige und tänzerische Elemente zeigten. Johann Strauß (Vater) brachte mit seinen Werken „Salon Polka“ und der „Gibelinen Polka“ weiteren Schwung in den Abend.
Hier zeigte sich, dass Strauß eigene Charisma, mit seiner Genauigkeit und Schärfe sowie die exquisite Präzision, wie sie von den Interpreten auch in einer hervorragenden Art und Weise umgesetzt wurde. Schließlich folgte Joseph Lanners „Valseas op.85“, Tanzmusik, die das Herz erfreute. Die Freude der Musiker, gepaart mit dem mitreißenden Lächeln, führte zu einer sehr beschwingten und charmanten Interpretation des Werkes. Den Abschluss bildete Johann Strauß (Sohn) „Jux-Polka“ (1846), die das Publikum endgültig begeisterte.
Als Zugabe wurde noch ein Werk von Mozart dargeboten, das den Abend perfekt abrundete. Die Begeisterung war so groß, dass viel Gäste ankündigten, auch am zweiten Tag der Musik-/Kulturtage wiederkommen zu wollen.
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