Mathildenhospital: Boris Rhein wird nicht nach Büdingen kommen

Büdingen
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Als eine weitere Enttäuschung bezeichnet die Büdinger FWG-Fraktion die Ankündigung, dass zur anstehenden Informationsveranstaltung der Teilbetriebsschließung des Mathilden Hospitals am 03. September, der Hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) nicht nach Büdingen kommen wird.

Auch ein Vertreter aus der Staatskanzlei könne aufgrund von Terminüberschneidungen nicht teilnehmen. „Wir bedanken uns bei Bürgermeister Benjamin Harris und den Mitarbeitern in der Verwaltung für die vorbereitende Organisation der Info-Veranstaltung, aber offensichtlich hat man in den Reihen der CDU-geführten Landesregierung die Bedeutung des Krankenhauses für die Region und die Folgen seiner Schließung für die Menschen immer noch nicht verstanden“, macht der FWG-Fraktionsvorsitzende Ulrich Majunke seinem Ärger freie Luft. Ob zumindest ein Entscheidungsträger des Gesundheitsministeriums an der Info-Veranstaltung teilnehmen werde, stehe zwar noch nicht fest, aber die Vermutung liege nahe, so der Freie Wähler, dass auch die dortigen Verantwortlichen den Spätsommmerabend lieber in Wiesbaden verbringen werden.“

In einer Anfrage an den Magistrat hatten die Freien Wähler mögliche Nachnutzungskonzepte bzw. die vorhandenen Leerstände des Mathilden Hospitals zur Sprache gebracht. In der Anfrage der Wählergemeinschaft heißt es: „Mit der Teilbetriebsschließung des Mathilden Hospitals dürfte ein größerer Gebäudeteil des Krankenhauses leer stehen. Diesen Leerstand und ein mögliches Nachnutzungskonzept im Sinne der Stadt Büdingen bzw. seine prospektive Steuerung möchten wir mit dieser Anfrage anstoßen und bereits eventuell vorhandene Informationen in Erfahrung bringen. „Sorgen bereitet uns die aktuelle Situation der Überbelegungen im hessischen Maßregelvollzug. Wir wollen für Büdingen sichergestellt wissen, dass es in dieser Hinsicht zu keinerlei Kooperationen der zuständigen Dienstleister mit Bergman Clinics kommt. Hierzu sollten sich sowohl der Eigentümer, als auch das Land Hessen deutlich positionieren und bestenfalls in schriftlichen Zusagen verpflichten. Die FWG Büdingen betont: „Insofern war die Initiative von Pro Vernunft zur Aufstellung eines B-Plans in Verbindung mit einer Veränderungssperre ein erster wichtiger Schritt der Bauleitplanung.

Natürlich werden die Verantwortlichen von Bergman, als auch jene der Hessischen Landesregierung solche Absichten weit von sich weisen, aber unser Vertrauen in die CDU-Politik auf Landesebene ist am Nullpunkt angekommen. Ulrich Majunke sagt: „Vor nicht allzu langer Zeit war auch eine Betriebsschließung des Mathilden Hospitals völlig ausgeschlossen. Sorgen aus der Kommunalpolitik wurden als völlig unbegründet zurückgewiesen. Mit dem Verweis auf den Landeskrankenhausplan erhielt man den Hinweis, dass man den Menschen keine Ängste einreden dürfe. Zwischenzeitlich haben uns die Realitäten eingeholt. Wir wollen, dass das Mathilden Hospital mittelfristig wieder in eine durchgängige Notfallversorgung der Menschen integriert wird.“



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