Mit einstimmigen Votum haben die Büdinger Stadtverordneten in ihrer letzten Sitzung den Magistrat der Stadt mit der Machbarkeit und Möglichkeit zum Bau einer Trauerhalle am Büdinger Friedhof beauftragt. Vorgesehen ist der Neubau einer Trauerhalle als Ersatz oder zumindest vorübergehenden Ersatz der gesperrten Remigiuskirche, die seit zwei Jahren als Trauerkapelle für Beerdigungen und Gottesdienste nicht zur Verfügung steht. Grundlage des Beschlusses waren Anträge von FWG und CDU, die auf Vorschlag der Freien Wähler als gemeinsamer Beschlussvorschlag eingebracht wurde.
„Statt über Unterschiede in den Formulierungen oder Feinheiten zu diskutieren war es unser Ziel, gemeinsam mit allen Fraktionen einen gemeinsamen Lösungsvorschlag zu erarbeiten“, schildert der FWG-Stadtverordnete Thomas Appel die Beratungen im zuständigen Bauausschuss. „Die Gespräche waren von einem breiten Konsens getragen und wir hoffen nun, dass Magistrat und Verwaltung den Stadtverordneten kurzfristig Lösungsvorschläge unterbreiten. Die finanziellen Grundlagen sollen ebenfalls bereits im Haushaltsplan 2025 bereitgestellt werden.“
Auch auf die Dringlichkeit der Thematik macht die FWG Büdingen nochmals aufmerksam. „Uns ist bewusst, dass man derzeit mit vielen unterschiedlichen Bauvorhaben innerhalb der Verwaltung beschäftigt ist. Dennoch sind wir der Auffassung, dass eine Lösung für die Trauergottesdienste schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden muss. Für unsere Fraktion hat das eine sehr hohe Priorität. Wir wollen den Trauernden endlich den würdelosen Weg entlang und über die Düdelsheimer Straße ersparen“, betont Thomas Appel.
Immerhin sei zu befürchten, dass die Kirche noch mehrere Jahre gesperrt bleiben könnte. Da sich der mittelalterliche Sakralbau nicht im Eigentum der Stadt Büdingen befindet, besitzen die städtischen Gremien überdies wenig bis gar keine Einflussmöglichkeit, die Sanierung des historischen Gebäudes zu beschleunigen. „Die Situation ist insgesamt völlig inakzeptabel und wir wollen uns auch nicht mehr auf den guten Willen Dritter verlassen. Die Stadt Büdingen muss für die trauernden Angehörigen einen würdigen Rahmen schaffen. Berücksichtigt man, wie lange sich vergleichbare Projekte hinziehen, gilt es jetzt eigene und vor allem selbstbestimmte Lösungen zu schaffen“, ergänzen die Freien Wähler ihre Argumente.
Unabhängig von den Plänen zum Neubau einer Trauerhalle bleibt es allerdings auch das Ziel der Stadt Büdingen eine schnelle Sanierung der Remigiuskirche zu unterstützen. „Es ist der große und berechtigte Wunsch der Büdinger Bevölkerung die Remigiuskirche für Trauerfeierlichkeiten wieder nutzen zu können. Bürgermeister Benjamin Harris hat unsere breite Unterstützung, dieses wichtige Anliegen gegenüber den Eigentümern und anderen beteiligten Behörden mit Nachdruck deutlich zu machen.“
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