Bei leichtem, winterlichen Nieselregen fanden sich am Samstag, den 29. November 2025 einige Apfelexpertinnen und Experten an der ApfelArche in Büdingen ein, um dort die bereits dritte Pflanzaktion zu starten. Die Pflanzlöcher waren bereits von Timo Berk, Mitarbeiter der Stadt Büdingen und Pomologe, vorbereitet worden. Hochkarätig war die Besetzung der Pflanzmannschaft: neben Bürgermeister Benjamin Harris halfen die amtierende Büdinger Froschkönigin, Tabea Isabelle I. sowie der amtierende Vonhäuser Apfelsaftkönig, Friedhelm Köhler, tatkräftig beim professionellen Setzen der jungen Bäume.
An der Pflanzaktion beteiligt waren ebenfalls Vertreter der lokalen Ortsgruppen von BUND und NABU. Beide Gruppen spendeten und pflanzten jeweils einen Baum zur Unterstützung des Vorhabens, dem Erhalt der Wetterauer Streuobstwiesen. Dorothee Hemming hatte Kostproben diverser Säfte und Apfelwein aus der Kelterei Nagel dabei. Timo Berk leitet das Projekt ApfelArche als ausgewiesener und passionierter Experte. Er bereist regelmäßig die Streuobstwiesen in der Region und geht Hinweisen nach, wenn eine alte oder unbekannte regionale Apfelsorte gemeldet wird. Mit der Aktion „Heimatapfel“ ist er unterwegs und markiert ausgewählte regionale Apfelbäume mit einer kleinen Plakette. Noch wichtiger ist allerdings seine Präsenz auf Veranstaltungen wie dem Büdinger Gärtnermarkt, um die Öffentlichkeit auf die Bedeutung der alten, regionalen Apfelsorten in der Kulturlandschaft hinzuweisen. Streuobstwiesen stehen auf der roten Liste der gefährdeten Biotoptypen in Deutschland. Ökologisch besonders wertvoll ist dabei die Wechselbeziehung zwischen Obst- und Grünlandbestand, die zahlreichen Tierarten und Pflanzen ein Habitat bieten.
Auf der ApfelArche, einem diesem Zweck gewidmeten Streuobstwiesenstück im TaumWald in Büdingen, werden historische Apfelsorten aus dem Büdinger Land und Oberhessen angepflanzt und somit erhalten. Aktuell finden sich von einigen lokalen und oftmals unbekannten Apfelsorten nur vereinzelte, alte Bäume auf den hiesigen Streuobstwiesen. Das Wissen um diese alten, für die Region wertvollen Sorten wieder aufzufrischen und zu konservieren, ist die Intention der ApfelArche. Diese soll als Genpool und Erlebnisort angelegt werden. Alte Sorten sollen neu veredelt werden, um deren Bestand zu erhalten und vergrößern. Die ApfelArche zählt zu den Büdinger Projekten der Landesgartenschau Oberhessen 2027.

Foto: Stadt Büdingen
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