Die beiden FDP Kreistagsabgeordneten Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn und MdB Peter Heidt haben gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Kreisbeigeordneten Wolfgang Patzak und der Bad Nauheimer FDP Stadtverordneten Paula Preiß das Tierheim Wetterau in Bad Nauheim Rödgen besucht. Der Vereinschef Heiko Färber machte anlässlich eines Rundgangs deutlich, dass der bauliche Zustand des 1971 errichteten Tierheims erheblich ‚in die Jahre gekommen’ ist und deshalb jetzt endlich die seit Jahren diskutierte Sanierung in Angriff genommen werden muss.
„Bei rationalem Blick kommt man zu dem Ergebnis, hier helfen auch keine Schönheitsoperation mehr, es muss einfach neu Errichtet werden,“ so der Fraktionschef Hahn vor Ort. Als Anlaufstelle für herrenlose, sichergestellte oder pflegebedürftige Tiere im Wetteraukreis haben die 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den wichtigen Dienst der Versorgung und Vermittlung von Hunden, Katzen und Kleintieren übernommen. Auch bietet man sich als Auffangstation für Wildtiere und Unterbringungsmöglichkeit für Pensionstiere an.
Vereinschef Färber machte den Freien Demokraten deutlich, das Tierheim sei ein wichtiger Baustein die zentrale Anlaufstelle für den Tierschutz in der Wetterau. Natürlich Dafür sei man insbesondere auf die finanzielle Unterstützung durch den Kreistag und seine Kommunen angewiesen. Gerade nach Ende der Corona Zeit würden erkennbar von den Ordnungsbehörden der Kommunen zahlreiche wieder vermehrt Ortsbesichtigung vorgenommen. „Und wenn die kommunalen Kontrollen zu dem Ergebnis kommen, dass die Tierhalter die Tiere nicht ordnungsgemäß halten, dann kommen diese leider oftmals zu uns,“ so Färber.
Entgegen der öffentlichen Wahrnehmung bei anderen Tierheimen sei die Lage in Rödgen derzeit im Lot, bleibe aber angespannt. Viel Kraft und Zeit würde man in die erfolgreiche Vermittlung der Tiere investieren. „Wir wollen die Zahl der Langzeitbewohner so gering wie möglich halten, das sind wir auch jedem einzelnen Tier schuldig. Nun haben wir aber nicht nur süße kleine Hunde im Angebot, deshalb ist die Vermittlung zeitintensiv,“ so Heiko Färber im Gespräch mit den Liberalen.
Ärgerlich ist in den Augen der FDP Politiker, dass das Veterinäramt des Kreises ein Aufnahmeverbot für Vögel und Wildtiere ausgesprochen habe. „Man scheint bei den Behörden nicht zu erkennen, dass eine Nichtannahme verletzter Vögel und Wildtiere nicht mehr, sondern weniger Tierwohl bedeutet. Deshalb sei der Landrat und seine Mitarbeiter gefordert, einen anderen Abwägungsstil einzusetzen. Nur strikt auf Normen zu achten, ohne die betriebliche Praxis in Rödgen zu beachten, können wir als Liberale nicht nachvollziehen,“ so der aus Bad Nauheim stammende Peter Heidt.
Die FDP Kreistagsfraktion werde nunmehr im Kreisparlament das Thema Finanzierung des Neubaus wieder auf die Tagesordnung bringen. „Gerade wenn des Veterinäramt hohe Anforderungen stellt, muss der Wetteraukreis als wichtigster Träger des Tierheims sich erheblich an dem Neubau beteiligen,“ so die drei FDP Kreispolitiker Hahn, Heidt und Patzak in ihrer Zusammenfassung.
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