FDP und Bad Nauheimer Wohnungsbaugesellschaft: aktuelle Bausituation

(vlnr): Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, Dr. Lothar Weniger, Peter Heidt MdB, Holger Münch, Sven Klausnitzer. Foto: FDP

Bad Nauheim
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Der Wetterauer Bundestagsabgeordnete Peter Heidt hat sich gemeinsam mit dem ehemaligen Vizepräsidenten des hessischen Landtags und Staatsminister a. D. Dr. h.c. Jörg-Uwe Hahn, dem Bad Nauheimer Stadtverordneten Sven Klausnitzer sowie dem FDP-Kreisvorstandsmitglied Dr. Lothar Weniger mit dem Geschäftsführer der Bad Nauheimer Wohnungsbaugesellschaft, Holger Münch, getroffen, um über die aktuelle Bausituation in Bad Nauheim und im Wetteraukreis zu sprechen.

Die Diskussion fokussierte sich insbesondere auf die geplante Wohnungsbaugesellschaft des Wetteraukreises und deren Finanzierung, sowie die Frage nach der Notwendigkeit einer kreisgesteuerten Wohnungsbaugesellschaft im Vergleich zu den bereits existierenden ortsansässigen Wohnungsbaugesellschaften.

Holger Münch, Geschäftsführer der Bad Nauheimer Wohnungsbaugesellschaft, hob die herausfordernde Bausituation auf bundesweiter Ebene hervor: "Die Baukosten sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen, insbesondere aufgrund der steigenden Material- und Energiepreise und den gestiegenen Anforderungen an die Bauweise. Die Bauzinsen haben sich seit 2021 vervierfacht und haben extreme Auswirkungen auf den Neubau. " Er betonte die Dringlichkeit attraktiver Fördermittel vom Bund, um bezahlbaren Wohnraum wieder realisierbar zu machen.

Auch Jörg-Uwe Hahn! Vorsitzender der FDP Kreistagsfraktion, äußerte Kritik an der hessischen Bauordnung, die er als umfangreich empfindet. "Um den Wohnungsbau zu fördern, brauchen wir weniger Bürokratie und mehr Anreize", so Hahn. Er erinnerte daran, dass er während seiner Amtszeit als stellvertretender Ministerpräsident für die Entschlackung der Bauordnung gesorgt habe, welche jedoch durch die neue Landesregierung zurückgenommen wurde.

Peter Heidt unterstrich die Bedeutung des Themas und betonte die Notwendigkeit, es auch auf Bundesebene anzugehen: "Dies ist ein Thema, das auch in Berlin aufgegriffen werden muss. Wir müssen weiterhin bauen und die Investitionen ausweiten, um den Wohnraummangel zu bekämpfen."

Holger Münch erklärt, dass aus seiner Sicht die Stadt Bad Nauheim keinen Bedarf an einer Wohnungsbaugesellschaft des Kreises habe, da die ortsansässige Wohnungsbaugesellschaft bereits den lokalen Bedarf abdecken könnte, wenn sie Unterstützung erhält. 

Die Bad Nauheimer Wohnungsbaugesellschaft wird in den nächsten Monaten ihre Grundstücke prüfen, ob es Nachverdichtungsmöglichkeiten gibt. Allerdings sind diese Potentiale auch von der aktuellen Entwicklung der Baukosten, Zinsen und Fördermöglichkeiten abhängig.  Um den gesellschaftlichen Herausforderungen auch gerecht zu werden, hat Bad Nauheimer Wohnungsbaugesellschaft im letzten Jahr ein Soziales Management etabliert, um besser auf die Wohnsituationen einzelner Mieter einzugehen. Es unterstützt einzelne Mieter, Haus­gemeinschaften und Wohnquartiere, Schwierigkeiten beim Wohnen zu überwinden und die Qualität des Wohnens zu verbessern.

Die liberalen Politiker und Holger Münch diskutierten auch die aktuelle Stellplatzordnung. Sven Klausnitzer und Dr. Lothar Weniger sprachen sich dafür aus, dass diese dringend geändert werden müsse, um zeitgemäß und praktikabel bauen zu können.



PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!

online werben