Nachdem sich am vergangenen Samstagabend, 19.04.2025, in Bad Nauheim ein Tötungsdelikt ereignet hatte (wir berichteten), wurde am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Gießen ein Mann im Alter von 28 Jahren beim Amtsgericht Friedberg vorgeführt. Der zuständige Ermittlungsrichter erließ daraufhin Haftbefehl wegen des dringenden Verdachts des heimtückischen Mordes aus niedrigen Beweggründen. Der türkische Staatsangehörige befindet sich nunmehr in einer Justizvollzugsanstalt.
Der Beschuldigte, bei dem es sich um einen Bruder der bereits Festgenommen handelt, hat im Rahmen einer staatsanwaltschaftlichen Vernehmung eingeräumt, die beiden Tatopfer erschossen zu haben.
Aufgrund der aktuellen Ermittlungsergebnisse gehen Polizei und Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Tat aus Rache geschah. Schließlich soll der Vater der drei Beschuldigten Anfang 2021 in der Türkei von einem Angehörigen der Familie der im hiesigen Verfahren Geschädigten getötet worden sein, sodass sich der Doppelmord von Bad Nauheim offenbar als Vergeltungsakt darstellt.
Der 28-Jährige hatte sich am frühen Morgen des Mittwochs bei der Polizeistation Großauheim gestellt. Vorausgegangen waren intensive Ermittlungs- und Fahndungsmaßnahmen der Strafverfolgungsbehörden. Hierbei wurde auch die im Main-Kinzig-Kreis gelegene Wohnung des zu diesem Zeitpunkt noch flüchtigen Beschuldigten unter Beteiligung von Spezialeinsatzkräften durchsucht. Die umfangreichen und komplexen Ermittlungen (Zeugenvernehmungen, Auswertung sichergestellter Datenträger (Handys, etc.)) - an denen vorübergehend über 220 Einsatzkräfte von Polizei und Staatsanwaltschaft beteiligt waren - dauern unvermindert an.
PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!


