Verschlechterung der medizinischen Versorgung akzeptieren wir nicht

Büdingen
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Die beabsichtigte Teilschließung des Mathilden-Hospitals reißt Lücken in die medizinische Versorgung der Bevölkerung. Das wurde in der letzten Sitzung des Sozialausschusses des Kreistags deutlich. "Und das akzeptieren wir nicht", betont die Büdingerin Sylvia Klein im Namen der Kreistagsfraktion der GRÜNEN.

"Zwar benötigt das bestehende Krankenhaussystem dringend Reformen. Aber unterm Strich muss die Richtschnur die optimale gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung, auch im ländlichen Raum, sein. Mit der Entscheidung von Bergman-Clinics würde deren Niveau weiter sinken. Es ist vollkommen klar, dass wir das nicht hinnehmen."

Die GRÜNEN haben im Kreistag die von CDU und SPD formulierte Resolution im Kreistag mitgetragen. Darin wird die drohende Verschlechterung der medizinischen Versorgung und deren Auswirkungen im östlichen Kreisgebiet klar angesprochen. Sie beteiligen sich auch am verabredeten Vorgehen im Sozialausschuss, mit Fragen, die insbesondere ans Land gerichtet sind, auf diese Lücken hinzuweisen. Bergman hat die Teilschließung bereits für den Frühsommer angekündigt. Für die GRÜNEN nicht vorstellbar, dass das Land dem zustimmt. Immerhin müsste parallel dazu der Rettungsdienst neu organisiert sein. Und das ist bis Frühsommer völlig illusorisch. Insofern würde unmittelbar eine Versorgungslücke entstehen - und damit ein nicht verantwortbares Szenario eintreten.

Der gerade erschienene Bundes-Klinik-Atlas weist die Zahl der Behandlungsfälle des Mathilden-Hospitals mit 3.500 als "wenige" aus. Dahinter stehen aber auch 3.500 mal Menschen, um deren gute medizinische Betreuung es geht. Bergman-Clinics bezeichnet die wirtschaftliche Situation als stark defizitär. "Obwohl die Verantwortung dafür öffentlich kontrovers diskutiert wird", so Sylvia Klein, "gehen wir von dieser Situation als gegeben aus. Wir verschließen uns auch Veränderungen nicht. Nichts muss gut sein, wenn es nur so bleibt, wie es ist. So ist aus unserer Sicht der Ausbau einer wohnortnahen psychiatrischen  und  psychosomatischen Versorgung  dringend erforderlich. Allerdings können die Gründe dafür nicht allein die wirtschaftlichen von Bergman sein. Aktuell geht es insbesondere um die Notfallversorgung der Bevölkerung. Die sehen wir als nicht gewährleistet an. Deshalb muss dafür jetzt gestritten werden."



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