Hochwasserschutz kommt endlich voran

Büdingen
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Wenn immer der Wetterbericht Unwetter ankündigt, machen sich viele Menschen große Sorgen - besonders in der Büdinger Altstadt, aber auch in vielen weiteren Wohnlagen in Büdingen und seinen Stadtteilen. Die Hochwasserkatastrophe vom 29.01.2021 wird niemand vergessen.

„Eine Sorge, die wir nicht nur teilen, sondern auch fühlen“; so Jonathan König, Vorsitzender der Büdinger CDU-Fraktion: „Umso unverständlicher war, dass in Büdingen über viele Jahre zu wenig für Hochwasserschutz getan worden ist“. „Wir sind deshalb froh, dass seit dem Wechsel an der Stadtspitze im Jahr 2022 mit Bürgermeister Benjamin Harris der Hochwasserschutz Fahrt aufgenommen hat. Am 3.7.2024 findet um 18.00 Uhr in der Willi-Zinkann-Halle für alle Bürger eine Informationsveranstaltung des Wasserverbandes Nidder-Seemenbach zum Bau des Hochwasserrückhaltebeckens am Seemenbach statt“, so König weiter. Hier kann jeder teilnehmen und sich davon überzeugen, dass dieser so wichtige Schutz nun tatsächlich kommen wird. Auch die Übernahme und anschließende Sanierung der Hainmauer, die für den Hochwasserschutz vor allem für die Altstadt unverzichtbar ist, ist nun in greifbare Nähe gerückt. „Aktuell finden die gesetzlich vorgeschriebenen naturschutzrechtlichen Untersuchungen statt, an denen niemand vorbeikommt“, so Markus Gerlach, Vorsitzender des Ausschusses für Bau-Umwelt und Hochwasserschutz.

Aber nicht nur diese Maßnahmen werden vorangetrieben, auch die ebenfalls lange bekannten und in der Vergangenheit nicht aktiv angegangenen umgesetzten Schutzmaßnahmen am Kälberbach, Wolfsbach und in Diebach sind auf dem Weg. Für diese Bauten sind bereits vom Hochwasserschutzmanager Machbarkeitsstudien beauftragt worden, naturschutzrechtliche Belange werden aktuell geklärt und die Abstimmungen mit dem Regierungspräsidium geführt. „Bürgermeister Harris hat den Hochwasserschutz zur Chefsache gemacht und nach vielen Jahren geringer Aktivität Schwung in die Sache gebracht“, so Gerlach weiter: „Es wird nun nachhaltig etwas unternommen und die ersten Ergebnisse liegen vor.“

Aber nicht nur die großen baulichen Maßnahmen, deren Fertigstellung Jahre (Planung, Einbindung aller beteiligten Behörden und Bau) dauern kann, haben ihren Anfang genommen. Auch der ebenfalls jahrelang vernachlässigte vorbeugende Hochwasserschutz erfährt nun die dringend notwendige Beachtung und Umsetzung. So wurden und werden an verschiedenen Stellungen Wasserrückhaltungen im Wald oder oberhalb von Siedlungen errichtet. Aktuell gibt es Planungen von Wasserrückhaltungen im Wald für unseren Stadtteil Diebach.
Weiterhin werden von der Verwaltung ebenfalls mögliche Maßnahmen am Krebsbachlauf vor Eckartshausen geprüft. „Seit der Amtsübernahme durch unseren Bürgermeister gibt es endlich eine regelmäßige Pflege der Gräben und Bachläufe“, ergänzt CDU-Stadtverordneter Kasten Farr. „So wurden erste Pflegemaßnahmen am Kälberbach in Büdingen durchgeführt, im Ortskern von Rinderbügen wurden aus dem Seemenbach Anlandungen entfernt sowie der Reichenbach freigeschnitten“, so Farr.

Ebenfalls berücksichtigt werden die Ergebnisse der erstellten Fließpfadkarten“, fährt Jonathan König fort. So erfolgt in Bezug auf die prognostizierten Starkregenereignisse eine enge Abstimmung zwischen Verwaltung und Stadtwerke, um Sonderreinigungen der Sinkkästen und Kanaleinläufe durchzuführen. Auch die Schlammlawine, die im letzten Jahr durch unser Stadtteil Aulendiebach schoss, wurde nicht einfach nur zur Kenntnis genommen. Zwischenzeitlich haben der Hochwasserschutzmanager und Bürgermeister Harris sich gemeinsam mit dem Ortsbeirat die Situation vor Ort angeschaut und veranlasst, dass ein Einlaufbauwerk verlegt wird. „Uns ist klar, dass es einen hundertprozentigen Hochwasserschutz niemals geben kann“, so die CDU-Stadtverordneten: „Und dennoch müssen wir spätestens nach der Katastrophe von 2021 alles Mögliche tun. Das haben wir den Menschen versprochen und das hat oberste Priorität in unserer Arbeit.



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