Büdingen: Besserer Schutz vor Starkregenereignissen

Ulrich Majunke (links) und Liam Ulrich.

Büdingen
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"Immer häufiger werden Kommunen in der Region von Starkregenereignissen heimgesucht. Auch die Großgemeinde Büdingen war in den vergangenen Jahren wiederholt von solchen Unwettern betroffen. Ob in Orleshausen, Dudenrod, Aulendiedbach, Lorbach, Teilen der Kernstadt oder anderen Dörfern der Großgemeinde. Die Schäden sind immens und können schlimmstenfalls eine Gefahr für Leib und Leben der Menschen darstellen", so die FWG Büdingen in einer Pressemitteilung.

"Immer sind es die eher kleinen Bäche, Gräben und Flüsse, die nach dem Starkregen die ungeheuren Wassermassen mit sich führen. Auch von den Feldern oder den Hängen ergießen sich die Fluten in bewohnte Gebiete. Die Bürger sind kaum darauf vorbereitet, meist völlig überrascht, nicht selten über mögliche Schutzmaßnahmen oder die allgemeine Gefahrenlage für ihre Grundstücke wenig bis gar nicht informiert. „Die Gefahren von Starkregen dürfen daher auf gar keinen Fall unterschätzt werden“, betonen der FWG Vorsitzende Liam Ulrich und der Fraktionsvorsitzende Ulrich Majunke in der gemeinsamen Pressemitteilung.

„Unser Ziel ist es, die bereits existierenden Anstrengungen der Büdinger Stadtwerke und des Bauamtes mit konstruktiven Vorschlägen zu unterstützen. Intensiver Starkregen, der zwei, drei Stunden anhält, Gewitter oder Unwetter, die sich kaum von der Stelle bewegen, beinhalten für unsere Großgemeinde mit seiner Topografie erhebliche Gefahren“, beschreibt Liam Ulrich und macht deutlich: „Darauf aufmerksam zu machen, frühzeitig die Bürger zu warnen, öffentliche und private Schutzmaßnahmen zu ergreifen bzw. sie anzustoßen muss eine Schwerpunktaufgabe der Stadt Büdingen bleiben.

„Die angedachten und bereits geplanten Maßnahmen müssen auf jeden Fall mit großer Priorität weiterverfolgt werden“, ergänzt Ulrich Majunke. Unter diesen Gesichtspunkten sei es bedauerlich und unverständlich, dass eine Mehrheit der Stadtverordneten den Antrag der Freien Wähler für ein Starkregenwarnsystem vor über einem Jahr abgelehnt hatte. „Unser Ziel ist es, mehr zu tun und dafür wollen wir auch die nötigen finanziellen Mittel im Haushalt bereitstellen. Ulrich Majunke sagt hierzu ergänzend: „Am 28. September 2022 wurde in einer Sitzung des Ausschusses für Bauangelegenheiten, Umwelt und Hochwasserschutz die Studie zu den Starkregengefahren/-Risikokarten in Büdingen durch ein beauftragtes Ingenieurbüro vorgestellt. In der Ausschusssitzung wurden verschiedene Vorschläge und Erläuterungen weiterer Maßnahmen dargestellt. Auch im Rahmen von Ortsbeiratssitzungen wurden die Starkregengefahren diskutiert. Das alles war ein sehr guter Auftakt. Die beauftragte Studie enthält zudem weitere umfangreiche Maßnahmenkonzeptionen. Diese wollen wir mit den Experten der Stadtwerke und des Bauamtes im Ausschuss diskutieren und den aktuellen Bearbeitungsstand erfahren. Darüber hinaus befinden sich mehrere Anträge im Geschäftsgang der Stadtverordnetenversammlung, die bisher entweder nicht umgesetzt oder fehlinterpretiert wurden. Diese Punkte müssen nochmals konkretisiert werden. Anhand dieser Ergebnisse wollen wir nachfolgend konkrete Maßnahmen im Bereich von flächenbezogenen, objektbezogenen und verhaltensbezogenen Vorhaben umgesetzt wissen.  Hierbei müssen auch erneut die Bürger intensiv eingebunden werden. Einen hundertprozentigen Schutz werde es nicht geben, aber es sollte der gemeinsame Anspruch unserer Kommune sein, den größtmöglichen Schutz für die Bürger zu schaffen.“



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