FWG Büdingen: Anpassung der Parkplatzplanung ist richtig

Foto: FWG Büdingen

Büdingen
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Die FWG Büdingen begrüßt die Anpassung der Planungen rund um den Rathaus-Vorplatz im Zuge der Landesgartenschau Oberhessen 2027. Statt der ursprünglich vorgesehenen rund 40 Stellplätze sollen künftig etwa 100
Parkplätze im Umfeld von Rathaus, Bücherei, Eberhard-Bauner-Allee sowie angrenzenden Straßen erhalten bleiben. Damit fällt der Verlust an Parkraum deutlich geringer aus als zunächst befürchtet.

Aus Sicht der FWG ist diese Entwicklung das Ergebnis einer über zweieinhalb Jahre hinweg geführten, sachlich begründeten und beharrlichen politischen Arbeit. In zahlreichen Anfragen und Anträgen wurde wiederholt auf die angespannte Parksituation in der Innenstadt hingewiesen. Gleichzeitig mussten Planungsstände vielfach mühsam eingefordert werden, da sie aus Sicht der FWG nicht in ausreichendem Maße transparent kommuniziert wurden.
„Viele der Probleme, mit denen wir heute konfrontiert sind, waren absehbar und wurden mehrfach klar benannt. Was uns stellenweise präsentiert wurde, war geradezu absurd“, erklärt FWG-Fraktionsvorsitzender Ulrich Majunke.
„Dass es nun zu Korrekturen gekommen ist, bestätigt, dass unsere Hinweise berechtigt und notwendig waren.“

Auch FWG-Stadtverordneter Thomas Appel verweist darauf, dass insbesondere der Wegfall beziehungsweise die Verteuerung von Parkplätzen im Bereich Großendorf sowie die fehlende gesamtstädtische Betrachtung über einen
längeren Zeitraum unterschätzt worden seien. Ein ganzheitliches Parkraumkonzept für die gesamte Stadt sei zwar bereits beschlossen, bislang jedoch nicht konsequent umgesetzt worden. Dass erst im direkten Austausch
unserer Fraktion mit der Landesgartenschau GmbH konkrete Ergebnisse erzielt werden konnten, sei dabei ebenfalls bezeichnend. Kritisch merkt die FWG an, dass vergleichbare Herausforderungen in den Nachbarstädten Gedern und Nidda strukturierter, koordinierter und vorausschauender angegangen wurden. In Büdingen hingegen sei eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe viel zu spät eingerichtet worden.

Unverändert gilt für die FWG der Grundsatz, dass städtische Entwicklung nicht darauf abzielen darf, gut erreichbaren und funktionierenden Parkraum zurückzubauen, um anschließend notgedrungen mit hohem finanziellem Aufwand
Ersatzlösungen in Form von Parkhäusern oder Parkdecks zu schaffen. Solche Millionenprojekte sind für die Stadt Büdingen finanziell nicht tragbar. Überhaupt bleibt festzuhalten, dass die Stadtverordneten - nicht nur in
diesem Zusammenhang - wiederholt mit finanziellen Einschätzungen konfrontiert wurden, die aus Sicht der FWG nicht realistisch waren und einer belastbaren Grundlage entbehrten. Warum sie dennoch mit viel Arbeitsaufwand
vorangetrieben wurden, bleibt eine zentrale Frage und ist zugleich ein Ausdruck falscher Prioritätensetzung. Die organisatorischen Folgen dieser Führungsarbeit verbrauchen unnötigerweise Ressourcen, die an anderer Stelle
fehlen.

Die FWG stellt klar, dass die Anpassung der nun vorliegenden Parkplatzplanung ein wichtiger Schritt ist, jedoch nicht als Abschluss verstanden werden darf. „Jetzt braucht es mehr Realismus, Verlässlichkeit und eine vorausschauende Gesamtplanung“, so Appel abschließend. Ziel müsse es sein, Innenstadtentwicklung, finanzielle Tragfähigkeit und eine verlässliche Erreichbarkeit dauerhaft in Einklang zu bringen.

parkplatzrathaus kg

Foto: FWG Büdingen



PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!

online werben