Am Samstag, dem 24. Januar, fand im Sitzungssaal des Heuson-Museums eine Gedenkveranstaltung zum Internationalen Holocaustgedenktag statt. Die Stadt Büdingen hatte gemeinsam mit dem Geschichtsverein Büdingen eingeladen, um der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu gedenken und sich mit den historischen Hintergründen auseinanderzusetzen.
Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag des Historikers und Autors Dr. Ulrich Schneider aus Kassel. In seinem Beitrag zum Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz erläuterte er eindrücklich die historischen Zusammenhänge, die Dimension der nationalsozialistischen Verbrechen sowie die Bedeutung der Erinnerungskultur für die heutige Gesellschaft. Dr. Schneider ist seit vielen Jahren in der historischen Bildungsarbeit tätig und Autor des im PapyRossa Verlag erschienenen Buches „Auschwitz“, in dem er die Geschichte des Lagers sowie die juristische Aufarbeitung der Verbrechen beleuchtet.
Bürgermeister Benjamin Harris begrüßte die Anwesenden und erinnerte in seiner Ansprache auch an die jüdischen Bürgerinnen und Bürger aus Büdingen, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und deportiert wurden. „Gerade hier vor Ort wird deutlich, dass Geschichte nicht abstrakt ist. Sie hat Namen, Gesichter und Familien. Unsere Aufgabe ist es, diese Erinnerung wachzuhalten und Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu übernehmen“, so Harris. Er dankte dem Geschichtsverein Büdingen für die Organisation der Veranstaltung sowie der Hessischen Landeszentrale für politische Bildung für die Unterstützung. Nach dem Vortrag bestand Gelegenheit zu Fragen und einer Diskussion mit dem Referenten. Die Stadt Büdingen unterstreicht die Bedeutung solcher Veranstaltungen für eine lebendige Erinnerungskultur und das demokratische Miteinander in der Gesellschaft.

Bürgermeister Benjamin Harris mit Dr. Ulrich Schneider bei der Gedenkveranstaltung im Heuson-Museum. Foto: Stadt Büdingen
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