Zu einem Informationsaustausch trafen sich die die Mitglieder der FDP-Fraktion in der Büdinger Stadtverordnetenversammlung, Andrea Rahn-Farr und Wolfgang Patzak, sowie die Vorsitzende des FDP-Ortsverbands, Sylvia Patzak, mit Marko Appel, dem 1. Vorsitzenden des gemeinnützigen Fördervereins „Burg Hofraite e. V.“.
Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, eine mittelalterliche Turmhügelburg im historischen Stil des 11. Jahrhunderts zu errichten, und zwar mithilfe von experimenteller Archäologie, historischen Werkzeugen und Bautechniken. Das Projekt soll nicht nur ein authentisches Bauwerk entstehen lassen, sondern Geschichte erlebbar machen und wissenschaftlich begleitet dokumentieren. Es wird als neuer kultureller Anlaufpunkt für die Region geplant und stellt einen außergewöhnlichen Beitrag zur Vermittlung mittelalterlicher Baukunst, Handwerkstradition und Alltagskultur dar. Der Verein wurde 2022 gegründet und organisiert seine Arbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen, darunter Bau, Pflanzen, Textil und Tiere. Derzeit gehören dem Verein rund 170 Mitglieder, davon etwa 35 aktive Engagierte an. Ziel ist es, die Burganlage innerhalb von ca. 15 Jahren mit Nebengebäuden, Kräuter- und Gemüsegärten sowie Siedlungsflächen anzulegen.
Der ambitionierte Plan muss im Laufe seiner Umsetzung eine Reihe von Hürden nehmen, wie im Gespräch deutlich wurde. Die liberale Stadtverordnete Andrea Rahn-Farr kennt das Thema aus den Gremien: „Zunächst stellt die Stadt dem Verein „Burg Hofraite e. V.“ ein Grundstück im Zuge eines Erbbaurechts zur Verfügung. Hier läuft gerade die Umsetzung, eine Verabschiedung des Vertrages in der Stadtverordnetenversammlung steht noch aus. Danach wird ein Bebauungsplan für das Gelände aufgestellt werden müssen. Erst dann kann der Verein eine Genehmigung für das Bauvorhaben erwirken. Die FDP-Fraktion unterstützt die Pläne. Wir wollen mithelfen, dass die Pläne des Vereins in die Tat umgesetzt werden können,“ so Rahn-Farr.
Im Gespräch wurden sowohl die organisatorischen Herausforderungen wie Grundstücksfragen, Baugenehmigungen und die Gründung einer Bauhütte als auch konkrete Workshop- und Beteiligungsangebote thematisiert. Der Vorsitzende des Vereins, Marco Appel, zeigte den interessierten Liberalen die Pläne und betonte: „Wir arbeiten eng mit Archäologen und Bauhistorikern zusammen. Uns ist die wissenschaftliche Begleitung extrem wichtig, damit wir am Ende wirklich historisch belegbare Konstruktionen und Bauten vorweisen können.“ Mit dem FDP-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Patzak, Schulleiter a. D., entspann sich eine Diskussion über den Bildungsaspekt: „Die Einbindung von Schulklassen im Rahmen des Geschichtsunterrichts und der Projektwochen bietet sich hier an. So kann Geschichte erlebbar gemacht werden!“, so Patzak.
Die FDP-Vertreter zeigten sich beeindruckt von der Vision, eine lebendige Verbindung zwischen Region, Geschichte und Bildung zu schaffen und sprachen ihre Unterstützung für eine konstruktive Zusammenarbeit aus. Ein fortlaufender Dialog soll den Austausch über kulturelle Entwicklungsmöglichkeiten für Büdingen weiter vertiefen.

Von links: Sylvia Patzak, Wolfgang Patzak, Marko Appel, Andrea Rahn-Farr.
PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!

