Echzell. Am Mittwochabend fand unter der Organisation von Bürgermeisterkandidat Raik Noll die erste „Zukunftswerkstatt Ehrenamt“ in Echzell statt. Vertreterinnen und Vertreter von 16 Vereinen aus Bingenheim, Gettenau und Echzell, was eindrucksvoll zeigte, wie wichtig das Ehrenamt in der Gemeinde ist.
„Es ist mir ein zentrales Anliegen, das Ehrenamt in Echzell zu stärken und die Vereine aktiv zu fördern“, erklärte Raik Noll zu Beginn der Veranstaltung. Dabei stellte er einige wesentliche Punkte seines Wahlprogramms vor, mit denen er das freiwillige Engagement langfristig unterstützen möchte. Dazu gehört die Einführung einer Ehrenamtscard Echzell, um freiwillig Engagierte zu würdigen. Noll schlägt außerdem den Aufbau eines Vereinsnetzwerks vor, das den Austausch unter den Vereinen aller fünf Ortsteile fördern soll, sowie die Einrichtung einer Vereinsorganisationsstelle, z.B. in Form eines Ehrenamtsmanagers auf Minijobbasis, die den Vereinen bei organisatorischen Herausforderungen zur Seite stehen könnte. Besonders wichtig ist ihm die Nachwuchsförderung, etwa durch einen „Tag der Vereine“, um junge Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen. Diese Themen wurden im Workshop von den Vereinsvertretern bestätigt, die in ihren Diskussionen betonten, dass genau solche Maßnahmen ihre Bedürfnisse und die ihrer Mitglieder widerspiegeln.
Neben den Impulsen von Raik Noll gab es wertvolle Beiträge von zwei Experten. Andreas Kattenberg, Referent für Vereinsentwicklung, leitete einen Workshop und einen Vortrag zu verschiedenen Fördermöglichkeiten für Vereine. Besonders interessant war sein Ansatz, wie Vereine nicht nur Ehrenamtliche gewinnen, sondern auch langfristig binden können. In seinem Workshop wurden unter anderem Wertschätzung, Anerkennung und Loyalität als wichtige Faktoren für eine starke Bindung genannt. Kattenberg erklärte, wie man bei der Mitgliedergewinnung Hilfsangebote schaffen kann, bei denen neue und bestehende Mitglieder kleine Aufgaben zur Unterstützung der Vereinsvertreter übernehmen können – vom Waschen der Trikots bis hin zu Helferdiensten bei Veranstaltungen. So könnten Vorstände und Funktionsträger entlastet werden, während gleichzeitig neue Freiwillige langfristig eingebunden werden.
Jörg K. Wulf, Vorsitzender des Sportkreises Wetterau und Vertreter des Landessportbundes, stellte den anwesenden Vereinen verschiedene finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten vor. Drei Förderprogramme, die speziell für Sportvereine in Echzell und der Wetterau zur Verfügung stehen, wurden von Wulf detailliert erklärt. „Es ist großartig, dass wir heute so viele unterschiedliche Vereine unserer Großgemeinde an einem Tisch haben“, so Raik Noll in seinem abschließenden Statement.
Der Abend, so Noll, sei ein weiterer Schritt, um die Vereine in Echzell aktiv zu unterstützen und ihre Anliegen ernst zu nehmen. „Das Ehrenamt spielt eine entscheidende Rolle in unserer Gemeinschaft und trägt maßgeblich zu einem lebendigen und solidarischen Miteinander bei“, fügte er hinzu.
Im Rahmen des Workshops sprach Andreas Kattenberg auch über die „Mikroförderprogramme“ der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE), die insbesondere Vereinen in strukturschwachen und ländlichen Regionen zugutekommen. Diese Förderung stellte eine weitere Möglichkeit dar, wie die Vereine aller fünf Ortsteile ihre Arbeit und ihre Angebote für Ehrenamtliche verbessern können.
Zeitnahe Fortsetzung in Planung
Ursprünglich war eine Fortsetzung der Veranstaltung erst nach der Bürgermeisterwahl geplant. Aufgrund der positiven Resonanz und der hohen Nachfrage wird jedoch bereits vor dem 4. Mai eine zweite „Zukunftswerkstatt Ehrenamt“ stattfinden. Hier wird es auf Wunsch der Teilnehmenden des ersten Vereinsabends u. a. um die Antragsstellung von Fördermitteln gehen. Wer beim ersten Abend nicht dabei sein konnte, kann sich bei Raik Noll melden und wird zur Fortsetzung eingeladen. Raik Noll betonte die Wichtigkeit des Ehrenamts und des Engagements für die Allgemeinheit. „Ich möchte für alle Bürger Echzells da sein. Die vielen Ehrenamtlichen und Vereine leisten einen unschätzbaren Beitrag für unsere Gemeinschaft, der meine volle Unterstützung erhält“, so Noll abschließend. Die rege Teilnahme und die positiven Rückmeldungen zeigen, dass Raik Noll auf dem richtigen Weg ist, das Ehrenamt in Echzell weiter zu stärken und zu fördern. Die Echzeller Vereinsvertreter können sich auch in Zukunft auf seine Unterstützung verlassen.

Zukunftswerkstatt Ehrenamt: Bürgermeisterkandidat Raik Noll (mitte) hatte zum ersten Vereinsabend in Echzell die Experten Andreas Kattenberg (links) sowie Jörg K. Wulf eingeladen.
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