Die Echzeller Bürgermeisterkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Christa Degkwitz, traf sich zu einem konstruktiven Gespräch mit Alexander Repp, Präsident der Arbeitgeberverbände des hessischen Handwerks e.V. (AHH) und stellvertretender Kreishandwerksmeister in dessen Metallbaubetrieb am Sauerborn in Echzell. Im Fokus standen die aktuelle Situation des Handwerks sowie die Entwicklungen in der Gemeinde Echzell.
Repp zeichnete ein düsteres Bild der allgemeinen Lage im Handwerk. "Die Situation ist alarmierend. Vielen Betrieben fehlt es an Perspektiven", erklärte er. Trotz dieser Gesamteinschätzung berichtete Repp aber auch von positiven Entwicklungen z. B. in Betrieben, in denen kürzlich qualifiziertes Fachpersonal eingestellt werden konnte - ganz einfach, weil sie an anderer Stelle frei geworden sind.
Als zentrale Herausforderungen nannte der Handwerksvertreter die überbordende Bürokratie und die Überregulierung. "Eine Deregulierung würde es uns ermöglichen, z. B. auf die individuellen Wünsche unserer Mitarbeiter nach unterschiedlichen Arbeitszeiten einzugehen. Manchmal möchten Mitarbeiter auch gerne länger arbeiten und hinzuverdienen. Leider ist das nach den derzeitigen Vorschriften nicht möglich", bedauerte Repp.
In Bezug auf die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Echzell äußerte sich Repp, der auch Vorsitzender des örtlichen Gewerbevereins ist, differenziert: "Durch eine gute Besetzung im Bauamt läuft derzeit einiges besser als vor einigen Jahren. In Sachen Verkehr und Parken kommt es leider immer wieder zu Spannungen mit dem Ordnungsamt, dem für die Anforderungen der Gewerbebetriebe das Gespür fehlt."
Zu den Umzugsplänen seines Unternehmens gefragt, hielt sich Repp bedeckt, bestätigte aber den baldigen Baubeginn in Berstadt. Über die zukünftige Nutzung des alten Grundstücks in Echzell wollte er sich noch nicht äußern, zeigte sich aber zuversichtlich, "dass es auch für Echzell eine gute Lösung sein wird".
Christa Degkwitz betonte die Bedeutung des Dialogs zwischen Verwaltung, Politik und Wirtschaft auch und gerade in einem Ort wie Echzell: "Der Austausch mit Alexander Repp war äußerst aufschlussreich. Es ist wichtig, dass wir die Herausforderungen und Bedürfnisse der lokalen Betriebe verstehen und ernst nehmen. Ausschreibungen sollten – wo immer das möglich ist - so gestaltet sein, dass lokale Anbieter und der Faktor Regionalität eine Chance haben und zum Zuge kommen können.
Abschließend hebt die Bürgermeisterkandidatin die wichtige Bedeutung des Gewerbevereins hervor. „Als Bürgermeisterin werde ich dafür Sorge tragen, dass Gewerbeverein und die Verwaltung in besserem und regelmäßigem Austausch stehen.“
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