Am Sonntagvormittag bot Raik Noll, CDU-Bürgermeisterkandidat für Echzell, seine zweite Ortsbegehung an – dieses Mal im Ortsteil Echzell. Bei strahlendem Sonnenschein folgten viele Bürgerinnen und Bürger der Einladung, um sich aus erster Hand über aktuelle Projekte zu informieren. Die 3,5 Kilometer lange Route startete am Rathaus, wo Noll die Teilnehmenden begrüßte
.Alte Apotheke und Promenadenweg
Inhaltlich begann man neben der Jupitersäule mit der Zukunft der „Alten Apotheke". Das Gebäude solle im Rahmen des Programms „Lebendige Zentren" mit Fördermitteln von Bund und Land saniert werden. „Die Kosten für die Gemeinde, die Echzell sonst in ein paar Jahren vollständig treffen würden, können dadurch erheblich reduziert werden", führte Noll aus. „Die finale Entscheidung über die Nutzung ist noch nicht gefallen, es steht aber fest: Es handelt sich nicht um ein Millionengrab, da ein Sperrvermerk im Haushaltsplan vorschnelle Ausgaben verhindert." Weiter ging es zum Promenadenweg. Besonders der schlechte Zustand wurde von den Teilnehmenden kritisiert. Margit Völbel stellte fest: „Bei Regen ist der Weg kaum nutzbar." Innerhalb der Diskussion erklärte Sebastian Bönsel, Bauhofmitarbeiter aus Rosbach, dass eine Erneuerung der wassergebundenen Wegedecke mit einem fachgerechten Unterbau aus Schotter ausreiche und nicht zu kostenintensiv sei. Noll wusste zu berichten, dass zur grundhaften Sanierung des Weges bereits Gelder im Haushalt eingeplant und beschlossen sind.
Bahnhofsumfeld, Kindergarten und Baugebiete
Auf großes Interesse stieß auch die mögliche Nutzung einer angrenzenden Gartenfläche als Wohngebiet. „Diese 1,5 Hektar würden sich für eine innerörtliche Bebauung eignen. Auf Antrag der CDU Echzell wurde bereits im April 2024 der Gemeindevorstand beauftragt tätig zu werden", erklärte Noll. Auch das Bahnhofsumfeld wurde thematisiert: Anwohner bemängelten liegengebliebene Reste von Schienenarbeiten. „In den Holzstapeln haben sich mittlerweile Ratten angesiedelt – das ist ein echtes Problem", so Völbel.Der nächste Abschnitt führte die Gruppe Richtung Bahnhof, der ebenfalls im Rahmen des Programms „Lebendige Zentren" und im Vorgriff auf die Landesgartenschau, neugestaltet werden soll. Am Kindergarten „Alte Molkerei" äußerten fachkundige Teilnehmer der Ortsbegehung Kritik an der unzureichenden Regenwasserableitung sowie einem möglicherweise unterbrochenen Blitzableiter. Noll nahm die Hinweise ernst: „Es ist wichtig, dass die Gemeinde nach Abschluss von Bauarbeiten genau hinschaut und Mängel beheben lässt." Die Route führte weiter zum Spielplatz in der Gänswirthgasse. „Hier hat sich etwas getan. Andere Spielplätze, wie der vor dem Kindergarten „Abenteuerland", hätten noch reichlich Luft nach oben", so Noll. Am Ortsausgang Richtung Friedhof konnte Noll von den jüngsten Informationen zum Flächennutzungsplan berichten. „Die Fläche wurde zur Schaffung von mehr Wohnraum eingereicht. Drücken wir uns die Daumen, dass wir Erfolg damit haben". Die letzten Stationen der Begehung waren der Bereich um den Kindergarten „Abenteuerland" sowie der Lindenplatz, der im Rahmen der Erneuerung der Fahrbahn ebenfalls umgestaltet werden soll.
Positives Fazit und Ausblick
Zum geselligen Abschluss versammelten sich die Teilnehmenden im Hof der Familien Schubert und Stiefel für weitere Gespräche und Ideen. „Mir ist es wichtig, dass sich jeder ein eigenes Bild machen kann. Der heutige Austausch zeigt, wie groß das Interesse an sachlichen Informationen ist. Nur gemeinsam können wir Echzell weiterentwickeln.", sagte Noll.Auch Teilnehmer Sebastian Bönsel zog ein positives Fazit: „Die Begehung war sehr informativ. Alle Stationen waren für mich als Echzeller interessant."Die nächsten Ortsbegehungen finden am 16. März um 10 Uhr in Gettenau sowie am 30. März um 10 Uhr in Bisses und Grund-Schwalheim statt. Treffpunkt ist jeweils das Feuerwehrhaus.
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