Laut den Daten des Sozialindex gab es in Echzell 2020 113 Unternehmen und 1.099 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die im Ort arbeiteten.
Die Zahlen liegen unter denen des Wetteraukreises und denen in Hessen. Die Zahl der Auspendelnden allerdings liegt deutlich darüber. Dennoch stellt sich auch für Echzell die Frage, wie die Gemeinde sich als wirtschaftlicher Standort profilieren kann. Bürgermeisterkandidatin Christa Degkwitz hat darauf eine Antwort: „Sie lässt sich finden, wenn man sich dazu in der Wetterau umsieht“.
Ein wichtiger Faktor sind klare Strukturen in der Verwaltung. Christa Degkwitz: „Als gutes Beispiel wäre hier die Stadt Rosbach zu nennen. Dort zeigt sich, wie es ein Rathaus versteht, sich auf die Bedürfnisse der Wirtschaft einzustellen. Das können entweder feste Ansprechpartner oder gar eine Stabsstelle Wirtschaftsförderung sein. Unterm Strich geht es darum, in der Verwaltung eine entsprechende Kompetenz aufzubauen.“
Ein zweiter Faktor ist eine Strategie für den Standort. Hier ist zuerst die örtliche Politik gefragt. Wie soll sich eine Gemeinde entwickeln? Welche Vorteile haben wir, aber auch welche Beschränkungen? Offensichtlich ist, dass es allein mit Blick auf den Wetteraukreis Kommunen mit günstigen und mit weniger günstigen Voraussetzungen gibt. „Für Echzell gilt“, so Christa Degkwitz, „dass die Möglichkeiten zur Gewerbeansiedlung stark eingeschränkt sind. Deshalb beteiligen wir uns auch am interkommunalen Gewerbegebiet in der Harb. Wir sollten also einerseits weiter auf interkommunale Initiativen setzen, sie vielleicht sogar mit anstoßen. Auf der anderen Seite sollten wir den Fragen der Wirtschaft in der Verwaltung einen gebührenden Rang einräumen. Das heißt klare Strukturen, schnelles und kompetentes behördliches Handeln, pragmatische Unterstützung bei kniffligen Fragen und regelmäßiger Dialog. So können wir der Gemeinde ein Profil geben, das auch bei den Wirtschaftstreibenden Anerkennung findet.“
Eine Rolle dabei spielen auch die Aufträge der Gemeinde. „Nicht ganz einfach“, so Christa Degkwitz, „denn es gilt das Vergaberecht. Das haben wir zu beachten. Dennoch sollten wir es so gut es geht nutzen, damit auch die lokalen Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe von den Aufträgen der Gemeinde profitieren können. Schließlich bieten sie die Arbeitsplätze vor Ort und tragen mit ihren Steuern zum Wohl der Gemeinde bei.“

Christa Degkwitz setzt auch auf interkommunale Initiativen wie das Gewerbegebiet „I go green“ in der Harb.
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