CDU-Bürgermeisterkandidat Raik Noll beschäftigt sich intensiv mit der Zukunft der Energieversorgung in Echzell. Hierfür besuchte er kürzlich gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Klimaschutzpaten Echzells, Fabian Schubert, das sogenannten „Energiedorf Bergheim" (Ortenberg). Dort informierten sich die beiden umfassend über die Möglichkeiten einer gemeinschaftlich organisierten und regenerativen Wärmeversorgung.
Sie trafen das Vorstandmitglied der Energiegenossenschaft Bergheim, Martin Fischer, und den Aufsichtsratsvorsitzenden der Energiegenossenschaft, Hartmut Langlitz, die spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte, den organisatorischen Aufbau und den laufenden Betrieb des Nahwärmenetzes gaben. Noll bedankte sich für den offenen Austausch und die Vielzahl an Anregungen, die er für Echzell mitnehmen konnte.
Ein Dorf geht voran und zeigt, was möglich ist
Das Energiedorf Bergheim gilt als Vorreiter in Sachen lokaler Energieversorgung. Mit einem genossenschaftlich betriebenen Nahwärmenetz werden dort rund zwei Drittel der Haushalte zuverlässig mit Wärme aus Holzhackschnitzeln und Pellets aus der Region versorgt – unabhängig von fossilen Energieträgern. Das Modellprojekt ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen engagierten Bürgern und lokalen Entscheidungsträgern mit einer Vision für die Zukunft. „Hier wurde Verantwortung übernommen – gemeinschaftlich und zielorientiert. Dies ist ein tolles Beispiel für die Kombination von Ehrenamt und öffentlichem Interesse", so Noll. „Die Erfahrungen aus Bergheim zeigen eindrucksvoll, wie Klimaschutz und Versorgungssicherheit zusammen gedacht und praktisch umgesetzt werden können." Gerade in Zeiten schwankender Energiepreise, internationaler Abhängigkeiten und wachsender Klimasorgen gewinnen regionale Lösungen zunehmend an Bedeutung. Noll betont, dass er als möglicher Bürgermeister von Echzell die Themen Energieversorgung und Klimaschutz aktiv gestalten möchte – mit Weitblick, Realismus und in enger Abstimmung mit den Bürgerinnen und Bürgern. „Es geht nicht um ideologische Schnellschüsse, sondern um tragfähige, bezahlbare Konzepte, die auch langfristig funktionieren."
Energiekonzept der Zukunft
Hintergrund des Besuchs ist das in 2024 von der Gemeinde Echzell initiierte Projekt zur Erstellung eines integrierten energetischen Quartierskonzepts. Kommunale Wärmeplanung ist ein strategischer Prozess, bei dem Städte und Gemeinden systematisch untersuchen, wie sie ihre Wärmeversorgung in Zukunft klimafreundlich, effizient und bezahlbar gestalten können. Seit 2024 ist Wärmeplanung in Deutschland für größere Kommunen gesetzlich vorgeschrieben. Quartierskonzepte stellen eine sehr gute Basis für die Erstellung der kommunalen Wärmeplanung dar. Sechs ausgewählte Quartiere wurden dabei hinsichtlich Energieverbrauch, Einsparpotenziale und möglicher Zukunftsmaßnahmen untersucht. Ziel des Konzepts ist es, eine umfassende Grundlage für nachhaltige Stadtentwicklung, energetische Sanierung und klimafreundliche Versorgungssysteme zu schaffen. Ein zentraler Baustein dabei: die mögliche Einführung eines Nahwärmenetzes – ähnlich dem in Bergheim. Dieses könnte eine Komponente im Gesamtenergiekonzept sein. Noll sieht in dem Konzept eine Chance für Echzell. Er setzt sich dafür ein, dass solche Lösungen nicht abstrakte Planspiele bleiben, sondern in greifbare Maßnahmen überführt werden. Wichtig es sich in allen Bereichen der zentralen und dezentralen Energieversorgungsmöglichkeiten zu informieren um die passendsten Techniken für alle Gebiete zu finden. Hierfür hat Noll auch auf der diesjährigen Weltleitmesse ISH bereits wichtige Kontakte zu Herstellern wie Danfoss und Vaillant geknüpft. „Wir müssen nicht alles neu erfinden – wir können von erfolgreichen Beispielen lernen und sie an die Gegebenheiten vor Ort anpassen", so Noll. Dabei sei es wichtig, frühzeitig die Gebäudeeigentümer einzubeziehen, Fördermittel effektiv zu nutzen und eine transparente Kommunikation sicherzustellen. Auch die Idee, eine Genossenschaftslösung wie in Bergheim zu prüfen, sei für Echzell ein möglicher Weg. Als Bürgermeister will er sich dafür einsetzen, dass Echzell mit Weitsicht plant, innovative Lösungen fördert und gemeinsam mit der Bevölkerung neue Wege beschreitet.
PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!


