Die Entwicklung der ehemaligen Ray Barracks ist das größte Stadtentwicklungsprojekt in Friedberg seit Jahrzehnten. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) als Grundstückseigentümerin treibt die Stadt Friedberg die Investorensuche voran. Ziel ist es, die Flächen in ein lebendiges Stadtquartier zu verwandeln, das den beschlossenen städtebaulichen Leitbildern entspricht und zugleich eine nachhaltige Entwicklung für die gesamte Region ermöglicht.
Ursprünglich war vorgesehen, die Kasernenflächen eigenständig zu entwickeln. Angesichts der Größe und Komplexität entschied die Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2022, die Entwicklung gemeinsam mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) umzusetzen. Im Jahr 2023 folgte die gemeinsame Ausschreibung. Darauf aufbauend wurden im Jahr 2024 die formellen Schritte für das weitere Verfahren vorbereitet und die Rahmenbedingungen konkretisiert. Seit 2025 läuft nun der eigentliche Investorenprozess: Erste Bewerber sind aufgefordert, unverbindliche Angebote mit einem groben Bebauungskonzept einzureichen. Grundlage der Verhandlungen bildet zum einen der Kaufpreis, der von der BImA verhandelt wird, zum anderen die städtebaulichen Kennziffern und Leitbilder, die von der Stadt Friedberg verbindlich beschlossen wurden.
„Wir sind aktuell weiter als jemals zuvor. Erste Angebote erwarten wir im Herbst, dann können wir in konkrete Verhandlungen eintreten.“, erläutert Bürgermeister Kjetil Dahlhaus. Und weiter: „Die BImA ist eine erfahrene Partnerin, die den Vergabeprozess leitet. Klar ist dabei: Zuerst wird ein städtebaulicher Vertrag mit der Stadt abgeschlossen, erst danach kann die BImA einen Kaufvertrag unterzeichnen“
Im jüngsten Kamingespräch wurde deutlich, dass die politischen Kräfte in Friedberg geschlossen hinter dem eingeschlagenen Kurs stehen. Vertreterinnen und Vertreter aller Parteien signalisierten, die eingeschlagene Linie auch über die kommende Legislaturperiode hinweg mitzutragen.
Neben der Investorensuche laufen bereits weitere Teilentwicklungen. In einem nächsten Schritt steht der Erwerb städtischer Flächen an, beginnend mit dem Neubau des Feuerwehrstützpunktes sowie dem neuen Standort für den Baubetriebshof.
Abteilungsleiterin Ann Kathrin Magic, die das Projekt seit Jahren betreut, blickt optimistisch nach vorn: „Die Entwicklung der Ray Barracks ist eine einmalige Chance für Friedberg. Entscheidend ist, dass wir hier einen echten Mehrwert für die gesamte Stadt schaffen.“
Tobias Brandt, Amtsleiter für Stadtentwicklung, Liegenschaften und Rechtswesen, erklärt abschließend: „Trotz aller Herausforderungen sehen wir die Entwicklung sehr positiv. Das anhaltend große Interesse von Investoren zeigt, welches Potenzial Friedberg als Standort in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main hat.“
Mit den Ray Barracks steht eine der letzten großen Konversionsflächen in Hessen zur Verfügung. Damit hat die Entwicklung nicht nur für Friedberg, sondern auch für die gesamte Region eine herausragende Bedeutung.
Foto: Stadt Friedberg/ Hessen
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