Windkraftanlagen „Winterstein“: Öffentliche Fragen an Bürgermeister Kjetil Dahlhaus

Friedberg
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Im Umwelt- und Planungsausschuss der Stadt Rosbach v.d.H. erstatteten die Projektleiter von ABO Energy und Alteric Peter Barth und Fabio Baque einen Sachstandsbericht im Hinblick auf Rosbacher Belange im Zusammenhang mit dem in der Planung befindlichen Windpark Winterstein.

"Es wurden zwei alternative Transportwege vorgestellt. Der favorisierte Weg ist 4,4 km lang bis zur ersten Windenergieanlage (WEA) und führt von der Zufahrt zum Munitionsdepot Köppern über den „Hühnerpfad“, vorbei am Rosbacher Bestattungswald. Auf Grund relativ starker Steigungen muss der Pfad auf >2.000 m Länge in voller Ausbaubreite asphaltiert werden. Die weitere geprüfte Alternative ist 7,8 km lang und führt um das Depot herum. Hier gibt es mehrere Schwierigkeiten, die diesen Weg unwahrscheinlich machen. Es wurde bei dem Vortrag deutlich, dass Alteric (4 Anlagen im Bundesforst) im Planungs- und Genehmigungsverfahren bereits weiter ist, als ABO Energy. Daraus resultiert, dass Alteric nicht auf den genannten Wegeausbau Rosbach warten will, sondern zumindest mit den erforderlichen Rodungs- und Fundamentarbeiten früher starten wird", so die Unabhängige Wählergemeinschaft Friedberg (UWG).

Und weiter: "Dazu wurde eine Zufahrt über die Autobahnbrücke in Ockstadt in der Verlängerung der Usinger Straße festgelegt. Auf diesem Weg sollen Schotter, Beton, Kranteile und „Sonstiges“ transportiert werden. Entsprechende Vermessungsarbeiten haben offenbar bereits stattgefunden. Man geht hier von deutlich über eintausend Transporten aus. Klar ist dabei, dass Schwerst- und Langtransporte, wie Betonschalenelemente, Getriebehaus oder Rotorblätter auf Grund der Brückentragkraft und der angrenzenden Topografie nicht auf diesem Weg transportiert werden können. Bedenklich stimmt zusätzlich aber, dass offenbar auch ABO Energy „prüft“, ob sie diesen Weg, in Abhängigkeit vom Zeitlauf, ebenfalls für die entsprechenden Transporte nutzen wird. Dann kämen weitere Tausende Transporte hinzu. Diese Planungen sind ohne die zuständige Ordnungsbehörde nicht vorstellbar. Es kann doch nicht sein, dass man eine Rosbacher Sitzung besuchen muss, um zu erfahren, was auf Friedberger Gemarkung bevorsteht."

Hieraus resultieren folgende Fragen der UGW an den Friedberger Bürgermeister Kjetil Dahlhaus:
⦁ Ist dem Bürgermeister/der Verwaltung diese Anfahrtplanung über Ockstadt bekannt?
⦁ Wenn ja, seit wann?
⦁ Welche Beeinträchtigungen sind für Ockstadt, Anwohner und Golfplatz sowie den Verkehrsverlauf auf den Zufahrtsstraßen zu erwarten?
⦁ Gibt es Gründe, diesen Sachverhalt nicht öffentlich zu kommunizieren?
Wir fordern eine möglichst umgehende Einladung der beiden genannten Projektleiter in eine öffentliche Veranstaltung, um unserer Stadtgesellschaft die Wegenutzungen auf Friedberger Gemarkung zur Errichtung der Windkraftanlagen am Winterstein darzustellen und Rede und Antwort zu stehen.

Kjetil Dahlhaus AG

Die erklärenden Abbildungen stammen aus der gemeinsamen öffentlichen Präsentation von ABO Energy und Alteric.



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