Einschränkungen im ICE-Fahrplan Stadt Friedberg fordert verlässliche Anbindung

Friedberg
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Die Deutsche Bahn hat der Stadt Friedberg mitgeteilt, dass sich ab Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 die Anbindung im Fernverkehr erheblich verschlechtern wird. Künftig werden in Friedberg nur noch zwei Fernzüge pro Tag halten. Damit fällt ein Großteil der bisherigen ICE-Verbindungen weg. Die Stadt Friedberg zeigt sich besorgt über die von der Deutschen Bahn angekündigten Änderungen im Fahrplan.

Nach Angaben der Bahn ist der Grund dafür die Verlagerung des Angebots auf die Schnellfahrstrecke Kassel–Fulda. Hinzu kommen baubedingte Einschränkungen und die Konkurrenz durch den Nahverkehr, der mit Deutschlandticket günstiger und zeitlich fast gleich schnell sei. Für Friedberg bedeutet das, dass die meisten ICE-Züge künftig ohne Halt durchfahren. Lediglich die touristische Direktverbindung Frankfurt – Hamburg – Sylt wird weiterhin in Friedberg halten.

Die Stadt Friedberg wurde hierbei lediglich informiert, ein Dialog fand nicht statt. Besonders kritisch sieht die Stadt, dass die nun angekündigten Einschränkungen zwar als „temporär“ bezeichnet werden, aber die Sorge besteht, dass sich daraus ein dauerhafter Zustand entwickeln könnte.

Für Bürgermeister Kjetil Dahlhaus ist die Situation inakzeptabel: „Wir können nicht nachvollziehen, warum Friedberg als Kreisstadt, Bildungs- und Wirtschaftsstandort sowie reichweitenstarken Zukunftsprojekten im Schienenfernverkehr abgehängt werden soll. Täglich pendeln tausende Menschen von und nach Friedberg. Wir haben die klare Verantwortung und den Wunsch, Straßen zu entlasten und den Verkehr auf die Schiene zu lenken. Die Pläne der Bahn erschweren diese Bemühungen massiv. Unsere Region braucht eine verlässliche, moderne und leistungsfähige Bahnanbindung. Friedberg ist ein zentraler Knotenpunkt im Wetteraukreis, sowohl für Auspendler als auch für die vielen Einpendler, die in Friedberg arbeiten oder die Bildungseinrichtungen besuchen. Eine stabile Anbindung an den Fernverkehr ist deshalb ein wesentlicher Standortfaktor."

 



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