Nach den jüngsten Berichten über den bundesweiten Veräußerungsstopp für Liegenschaften der Bundeswehr stellt die Stadt Friedberg klar: Das Konversionsprojekt auf dem Gelände der ehemaligen Ray Barracks ist davon derzeit nicht betroffen.
Bürgermeister Kjetil Dahlhaus hatte sich unmittelbar nach Bekanntwerden der bundesweiten Entscheidung mit Vertreterinnen und Vertretern der Bundeswehr und der BImA in Verbindung gesetzt. „Wir wissen, wie wichtig dieses Projekt für unsere Stadt und die gesamte Region ist. Laut veröffentlichter Liste ist Friedberg in der aktuellen Prüfrunde nicht betroffen“, betont Dahlhaus. Folglich werden die Konversions- und Verwertungsbemühungen der BImA für die ehemaligen Ray Barracks in Friedberg vorerst fortgesetzt.
Das Schreiben des Bundesverteidigungsministeriums, über das auch bundesweit berichtet wurde, bezieht sich auf eine vorübergehende Prüfung bundeseigener Liegenschaften vor möglichen Verkäufen. Hintergrund ist der steigende Flächenbedarf der Bundeswehr infolge der sicherheitspolitischen Lage in Europa.
Von dieser Prüfung betroffen ist jedoch die Liegenschaft „Ockstadt – westlich A5“ im Bereich des Bundesforstes. Das Bundesverteidigungsministerium hat diese Fläche als potenziell künftig nutzbar für Zwecke der Bundeswehr eingestuft. Die BImA wurde daher gebeten, die Konversions- und Verwertungsbemühungen für diese Liegenschaft vorerst auszusetzen.
„Wir nehmen diese Entscheidung zur Kenntnis und stehen hierzu in engem Austausch mit der BImA und dem Bundesverteidigungsministerium“, erklärt Dahlhaus. „Uns ist bewusst, dass sicherheitspolitische Aspekte aktuell neu bewertet werden. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass die kommunalen Interessen auch in diesem Prozess gewahrt bleiben und eine transparente Kommunikation erfolgt.“
Für die Entwicklung der Ray Barracks hat die aktuelle Entscheidung bisher keine Auswirkungen. Das Areal bleibt Teil der geplanten städtebaulichen Entwicklung. „Die Ray Barracks sind eines der bedeutendsten Stadtentwicklungsprojekte in Mittelhessen“, so Dahlhaus weiter. „Hier entsteht in den kommenden Jahren ein modernes, nachhaltiges und vielfältig nutzbares Quartier mit überregionaler Strahlkraft. Diese Planung bleibt bestehen.“
Die Stadt Friedberg wird ihren vorgesehenen Teilerwerb des Geländes – unter anderem für die Feuerwehr und den Baubetriebshof – noch fokussierter vorantreiben und das Projekt in enger Abstimmung mit der BImA fortsetzen. Diese teilte mit, dass der Kaufvertragsentwurf für die sogenannte „Feuerwehr“-Teilfläche demnächst an die Verwaltung übermittelt werde. Weiter heißt es: „Im Rahmen des Kamingesprächs am 2. September 2025 wurde ein Vertragsabschluss für Anfang 2026 in Aussicht gestellt. Darüber hinaus wird die Verwertung der Teilfläche für den Baubetriebshof zeitnah geprüft.“
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