Die Stadt Friedberg war beim 12. Hessischen Tag der Menschen mit Behinderung im Hessischen Landtag vertreten. Unter dem Motto „Inklusion in Freizeit, Kultur und Sport“ kamen zahlreiche Akteure aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Selbstvertretungen zusammen, um aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und gelungene Praxisbeispiele zu diskutieren.
Für die Stadt Friedberg nahm Julia Maiano, Fachkraft für Inklusion im städtischen Inklusionsbüro, teil. Ihre Eindrücke und Ergebnisse des Tages fließen künftig direkt in die lokale Inklusionsarbeit ein. Landtagspräsidentin Astrid Wallmann eröffnete die Veranstaltung mit dem Hinweis, dass Inklusion dort beginnt, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Staatssekretärin Manuela Stube betonte, dass eine inklusive Gesellschaft von der Teilhabe aller Menschen lebt. Auch Landesbehindertenbeauftragter Andreas Winkel hob hervor, wie wichtig Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderung im Alltag sind.
Im Mittelpunkt standen verschiedene Fachforen. Besonders praxisnah waren unter anderem die Vorstellung des Spielmobils „Rote Rübe“, das sich gut in kommunale Kultur- und Freizeitangebote integrieren lässt, sowie die Präsentation des Künstler*innenhauses Mousonturm, das inklusive Vermittlungsarbeit in der darstellenden Kunst anbietet. Beide Ansätze bieten konkrete Anknüpfungspunkte für Friedbergs eigene Kultur- und Freizeitlandschaft. Julia Maiano nutzte im Anschluss die Gelegenheit zu vertiefenden Gesprächen und zur Vernetzung. Für ein musikalisches Highlight sorgte der 17-jährige Bad Nauheimer Pianist Mika Mai, der mit seinen sensiblen Interpretationen für beeindruckende Atmosphäre sorgte.
Während des Veranstaltungstages ergaben sich zahlreiche Begegnungen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Ministerien, Selbstvertretungen und anderen hessischen Kommunen. Diese Gespräche lieferten wertvolle Impulse für die Arbeit des städtischen Inklusionsbüros: von neuen Kooperationsmöglichkeiten bis hin zu Fachwissen zu barrierefreien Angeboten und kultureller Teilhabe.
Das Inklusionsbüro Friedberg versteht die Teilnahme als klaren Auftrag, die begonnene Vernetzungsarbeit auszubauen und die in Wiesbaden gewonnenen Impulse in den lokalen Aktionsplan einfließen zu lassen. „Der Austausch hat noch einmal gezeigt, wie wichtig direkte Begegnungen und Vernetzung für eine gelingende Inklusion sind. Viele der Kontakte und Ideen des Tages werden wir in Friedberg weiter nutzen, zum Vorteil aller Bürgerinnen und Bürger, die Barrieren erleben oder Unterstützung benötigen“, so Julia Maiano.
Auch aus Sicht der Stadtverwaltung ist der Tag ein starkes Zeichen: Friedberg ist präsent, aktiv vernetzt und arbeitet konsequent daran, Barrierefreiheit und Teilhabe weiter zu verbessern.

Austausch und Impulse: Manuela Strube (Staatssekretärin Ministerium Arbeit, Integration, Jugend und Soziales), Winfried Kron (Referatsleiter Vereinte Nationen Behindertenrechtkonvention im Hessischen Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales), Prof Dr. Erdmuthe Meyer zu Bexten (Landesbeauftragte für barrierefreien IT) , Andreas Winkel (Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderung) und Julia Maiano (Inklusionsbüro Stadtverwaltung Friedberg). Foto: Stadt Friedberg
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