Es war zwar erst die dritte Ausgabe des Groß-Kärber Nachbarschaftsfestes in der Straße „Haingraben“ im vergangenen September, dennoch fühlt es sich schon nach einer langewährenden Tradition an. Zu dieser Tradition zählt auch, dass die zahlreichen Festgäste mit Freude Geld spenden, das anschließend einem guten Zweck in Karben zugeführt wird. So wurden kürzlich 1000 € an den Karbener Tierschutzverein übergeben.
So geht Nachbarschaft: Im September veranstalteten die Anwohner des alten Ortskerns von Groß-Karben rund um den „Haingraben“ wieder ihr beliebtes Nachbarschaftsfest. In geselliger Runde auf dem anliegenden Spielplatz trafen sich die Nachbarn und genossen mit selbstgebackenem Kuchen, leckeren Getränken und schöner Musik das Beisammensein. „Es kamen wieder rund 90 Menschen zusammen“, blickt Organisator Mustafa Karancali zurück und lobt vor allem die verbindende Wirkung des Festes: „Menschen haben sich kennengelernt, die schon seit vielen Jahren nebeneinander wohnen“. Damit sich der schöne Gedanke des Festes auch über den Haingraben hinaus vermittelt, wurde wie schon in den vergangenen Jahren, eine Spendenbox aufgestellt. 500 € kamen so an einem Abend zusammen.
Gemeinsam überlegten die Organisatoren Mustafa Karancali, Kai Sallmayer sowie Peter und Adrian Seidel welchem guten Zweck die Spende zugutekommen soll. Nach einem Tipp des Bürgermeisters entschieden sie sich für den Karbener Tierschutzverein. Begeistert von der Idee beschloss der hundebegeisterte Kai Sallmayer die Spendensumme aus eigener Tasche zu verdoppeln und so wurden kürzlich 1000 € an den Tierschutz Karben e.V. übergeben. Die Freude über diese Tat war im Tierschutzverein natürlich groß: „Das war eine supertolle Überraschung“, berichtet die Vorsitzende Christine Gredel. Denn das Geld trifft im Tierschutzverein auf große Projekte und fleißige Hände. Seit der Verein im Sommer 2024 das 3800 Quadratmeter große Gelände am Rande des Burg-Gräfenröder Sportplatzes übernommen hat, wird dort fleißig gearbeitet: „Wir treffen uns seit über einem Jahr fast jeden Samstag zum Arbeiten“, berichtet Gredel. Dabei müssen die dortigen Gebäude gestrichen werden, Grünpflege betrieben und neue Gehege für Katzen und Hunde gebaut werden.
Das kostet natürlich. Entsprechend freut sich der Verein sehr über die Spende der Groß-Kärber Nachbarn, die sofort in das Umbauprojekt fließt. Noch gibt es einiges zu tun: „Wir sind weitgehend auf Spenden angewiesen“, erklärt Christine Gredel. Auch die Stadt Karben hat bereits mit mehr als 5000 € den Umbau des Grundstücks unterstützt. Zudem stellt die Stadt das Grundstück selbst bereit. Nach mehr als zehn Jahren ohne eigenes Domizil, kann sich der 2012 gegründete Verein mit seinen rund 100 Mitgliedern dank des neuen Grundstücks endlich weiterentwickeln. Die Spende vom Nachbarschaftsfest leistet dabei einen wertvollen Beitrag.

Von links: Peter Seidel, Adrian Seidel, Christine Gredel, Kai Sallmayer Guido Rahn, Mustafa Karancali. Foto: Stadt Karben
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