Es war ein Schreckmoment im November 2024 – für die Schulgemeinde der Johanniterschule in Gambach und auch für den Wetteraukreis als Schulträger: Statiker stellten bei einer Überprüfung Mängel an der Tragkonstruktion der Decke des Hauptgebäudes fest. Eigentlich war geplant, den Bau energetisch zu sanieren. Doch schnell war klar, dass das Gebäude aus den 1960er-Jahren umgehend geschlossen werden muss.
Der Wetteraukreis reagierte sofort – und prüfte in enger Zusammenarbeit mit der Schulgemeinde sowie der Stadt, wie der Wegfall der Schul- und Betreuungsräume und der Mensa kompensiert werden konnte. „Unser Ziel war es, auch unter erschwerten Bedingungen einen möglichst reibungslosen Schulbetrieb und eine verlässliche Nachmittagsbetreuung zu organisieren. Das ist dank enger Zusammenarbeit von Schulleitung, Schulelternbeirat, Stadt Münzenberg, Kreis und allen weiteren Beteiligten gelungen“, fasst Landrat Jan Weckler zusammen.
Eine wortwörtlich tragfähige Interimslösung steht inzwischen – pünktlich zum Schuljahresbeginn 2025/2026 – ebenfalls bereit: Der Wetteraukreis hat ein Mobiles Raumsystem (MRS) mit drei Klassenräumen und zwei Betreuungsräumen in unmittelbarer Nähe zum Hauptgebäude gebaut. Das moderne MRS wird mit Interaktiven Schultafeln und Klimageräten ausgestattet, auch die Mensa wird hier ihren Platz finden.
„Wir sind froh, dass wir so zügig ein Mobiles Raumsystem beschaffen und fertigstellen konnten. Nun kann die Schulgemeinde mit einem vorerst ausreichendem Raumangebot ins nächste Schuljahr starten“, so Landrat Weckler, der sich die Räume bei seiner Schultour gemeinsam mit Schulleiterin Silvia Abresch, Fachdienstleiter Hochbau Alexander Hiemer und Projektleiter André Rösing anschaute.
Derweil bereitet der Wetteraukreis den Abriss und Neubau des nicht mehr nutzbaren Gebäudes vor. Hierfür müssen zunächst entsprechende Mittel im Haushalt nachgemeldet werden. Im Anschluss wird die Maßnahme ausgeschrieben.
Schul-Sommertour
Jedes Jahr in den Sommerferien besucht Landrat Jan Weckler zahlreiche Baustellen an den Schulen in der Trägerschaft des Kreises. Vor Ort informiert er sich über Baufortschritte, abgeschlossene Arbeiten und Investitionen in die Ausstattung der jeweiligen Einrichtung. Diese Maßnahmen sind Teil des großen Schulinvestitionsprogramms. In dessen Rahmen verwendet der Wetteraukreis rund 400 Millionen Euro für Ausbau, Sanierung und Ausstattung der Schulen. Die Summe bezieht sich auf Projekte, die sich gegenwärtig in Planung oder Umsetzung befinden.

Freuen sich, dass nach den Sommerferien der Unterricht im Mobilen Raumsystem losgehen kann (von links): Fachdienstleiter Hochbau Alexander Hiemer, Landrat Weckler, Schulleiterin Silvia Abresch und Projektleiter André Rösing.
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