Hirzenhain / Ortenberg: Streife stellt Verdächtigen nach Anruf von falschen Bankmitarbeitern

Ortenberg
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Am Donnerstagmittag (26.03.2026) erhielt ein Rentner aus Hirzenhain einen Anruf von einer Person, die sich als Mitarbeiter einer Bank ausgab. Auf Grund von Unregelmäßigkeiten auf dem Konto des Mannes müsse dessen Bankkarte überprüft werden. Hierzu benötige man auch die dazugehörige PIN. Es bestehe der Verdacht, dass Betrüger auf das Konto zugreifen wollten. Noch während des Gesprächs mit dem Anrufer, erschien ein angeblicher Bankmitarbeiter an der Haustür des Hirzenhainers. Diesem händigte der Mann die Karte samt Geheimzahl aus.

Danach rannte der Unbekannte davon. Dies kam dem Rentner merkwürdig vor, weshalb er umgehend die Sperrung seiner Bankkarte veranlasste und die Polizei informierte. Wegen eines Hinweises auf ein Fahrzeug, mit dem der Abholer unterwegs sein sollte, gelang es einer Streife der Polizeistation Büdingen im Rahmen der Fahndung einen grauen Daimler anzutreffen. Besetzt war der Daimler mit vier Personen. Im Rahmen der Kontrolle der vier Männer im Alter zwischen 19 und 22 Jahren aus dem Landkreis Offenbach und dem Rheingau-Taunus-Kreis, stellten die Beamten eine Person fest, auf die die Personenbeschreibung des Geschädigten zutraf. Für einen 22-jährigen Fahrzeuginsassen bestand zudem ein offener Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Kaiserslautern.

Nach Beendigung der Kontrolle vor Ort mussten diese beiden Männer die Polizisten zur Dienststelle begleiten. Die beiden anderen Männer konnten ihre Fahrt fortsetzen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der mutmaßliche Abholer auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wegen fehlender Haftgründe entlassen. Der Haftbefehl des 22-Jährigen wurde vollstreckt und er in eine hessische Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen der Friedberger Kriminalpolizei dauern unterdessen an. Auf Grund der zeitnahen Sperrung der Bankkarte konnten die Täter kein Geld vom Konto des Geschädigten abheben. Weniger glimpflich lief es am Donnerstagmittag bei einer Seniorin aus Ortenberg ab.

Auch sie erhielt einen entsprechenden Anruf und händigte Bankkarte und Geheimzahl aus. Bereits kurze Zeit später hoben Gauner mit der Karte 2.000 EUR Bargeld an einem Automaten ab. Die Polizei empfiehlt, am Telefon keine Auskünfte über Vermögensverhältnisse zu geben. Lassen Sie sich von Anrufern nicht unter Druck setzen. Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie bei der Polizei, auch über den Notruf 110, an. Polizei, Staatsanwaltschaft oder auch Banken werden Sie niemals darum bitten, Geld, Wertgegenstände, Bankunterlagen oder EC-Karten zu übergeben oder Ihre PIN zu nennen. Ihre Geheimzahl bleibt geheim und geht niemanden etwas an! Ziehen Sie, wenn Sie unsicher sind, Verwandte, Nachbarn oder andere Vertrauenspersonen hinzu. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen. Hinweise zum Schutz vor gängigen Betrugsmaschen finden Sie auch unter www.polizei-beratung.de.



PS: Sind Sie bei Facebook? Werden Sie Fan von WETTERAU.NEWS!

online werben