Von Rebhuhn bis Wolf: Pauls über Landwirtschaft und Naturschutz

Von links: Gerhard Rack, Dr. Thomas Pauls und Leon-Clemens Sehrt.

Reichelsheim
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Auf seiner Tour durch seinen Wahlkreis traf sich CDU-Bundestagskandidat Dr. Thomas Pauls jüngst mit dem Reichelsheimer CDU-Vorsitzenden und Jäger Leon-Clemens Sehrt und Landwirt Gerhard Rack, um sich über aktuelle Herausforderungen in der Landwirtschaft, im Naturschutz und im Jagdwesen auszutauschen.

Zentrales Thema war der wachsende Druck auf Bodenbrüter wie Rebhuhn und Feldlerche. Sehrt machte deutlich, wie wichtig ein gezieltes Prädatorenmanagement ist, um diese Arten zu schützen: „Füchse und Waschbären haben hier kaum natürliche Feinde. Wenn wir sie nicht regulieren, werden bodenbrütende Vögel noch seltener“. Dr. Pauls zeigte sich offen für diese Perspektive und betonte, dass der Schutz heimischer Arten nicht nur durch Schutzgebiete, sondern auch durch verantwortungsbewusste Jagd erfolgen müsse.

Auch die Herausforderungen durch den Wolf kamen zur Sprache. Viele Landwirte sorgen sich um ihre Tiere, während Naturschützer den strengen Schutz des Wolfs betonen. „Es geht nicht darum, den Wolf grundsätzlich infrage zu stellen“, stellte Dr. Pauls klar, „aber wir müssen Lösungen finden, die sowohl die Sorgen der Bauern als auch den Artenschutz berücksichtigen.“

Gerhard Rack, der jüngst für sein großes Engagement im Naturschutz ausgezeichnet wurde, berichtete von seinen Erfahrungen mit Wildtieren in der Landwirtschaft. Besonders der Biber sorge für Spannungen: Seine Dämme sind wichtig für die Natur, können aber auch zu Überschwemmungen führen: „Wenn das Wasser nicht mehr abfließt, leiden Äcker und Wiesen darunter“. Hier waren sich alle einig: Eine gezielte Steuerung – etwa durch künstliche Bypässe – könnte ein sinnvoller Kompromiss sein.

Neben Wolf und Biber war auch die Nilgans Thema. Die wachsende Population sorgt für verschmutzte Gewässer und Fraßschäden auf Feldern. Besonders problematisch sei, dass sich hunderte Tiere gleichzeitig auf Äckern niederlassen und große Mengen an jungen Pflanzen vernichten. „Hier brauchen wir praktikable Lösungen, um die Bestände zu regulieren“, betonte Sehrt.

Das Treffen endete mit dem klaren Wunsch nach weiterem Austausch. „Wir stehen vor großen Herausforderungen, und Lösungen finden wir nur gemeinsam“, fasste Dr. Pauls zusammen. Die Beteiligten vereinbarten, den Dialog fortzusetzen und regelmäßig über neue Entwicklungen zu sprechen.

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Von links: Gerhard Rack, Dr. Thomas Pauls und Leon-Clemens Sehrt.



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