Bewegung beim Tierheim Wetterau bestätigt Forderungen der Freien Wähler

Reichelsheim
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Die FREIE WÄHLER Reichelsheim sehen sich durch die aktuellen Entwicklungen rund um das Tierheim Wetterau in ihrer bisherigen Position bestätigt. Wie die Wetterauer Zeitung heute berichtet („Handeln ist gefragt"), kommt nun Bewegung in die Debatte um die Zukunft des Tierheims. Zuvor hatten die Kreistagsfraktionen der FREIE WÄHLER und der Grünen entsprechende Anträge gestellt.

Bereits seit Wochen hatten die Freien Wähler auf kommunaler Ebene gefordert, keine vorschnellen Entscheidungen zu treffen, sondern Alternativen zum bisherigen Neubaukonzept ernsthaft zu prüfen. Genau dies ist nun eingetreten: Der Vorstand des Tierheims Wetterau hat am 6. Januar 2026 beschlossen, die bisherige Planung nicht weiterzuverfolgen und kostengünstigere Alternativen erarbeiten zu lassen. Zudem sollen weitere Architekten eingebunden und neue rechtliche sowie finanzielle Modelle geprüft werden. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist angekündigt. 

FREIE WÄHLER: Genau das hätten wir vor der Entscheidung gebraucht 

„Das ist exakt das Vorgehen, das wir von Anfang an gefordert haben: innehalten, prüfen, Alternativen entwickeln und dann gemeinsam entscheiden", erklärt Cenk Gönül, Fraktionsvorsitzender der FREIE WÄHLER Reichelsheim. „Dass der Vorstand des Tierheims diesen Weg nun einschlägt, zeigt deutlich: Der Austritt Reichelsheims war voreilig und politisch falsch."  Die FREIE WÄHLER hatten beantragt, die Entscheidung über einen Austritt zunächst in den Haupt- und Finanzausschuss zu verweisen, die Vorstände beider Tierheime anzuhören und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Dieser Antrag wurde seinerzeit von der SPD-Mehrheit abgelehnt.

Fehlerhafte Weichenstellung der Bürgermeisterin 

Aus Sicht der FREIE WÄHLER zeigt die aktuelle Entwicklung, dass die von Bürgermeisterin Lena Herget forcierte Entscheidung zum Austritt nicht alternativlos war. „Jetzt wird genau das gemacht, was zuvor als angeblich unmöglich dargestellt wurde: Kosten senken, Bauweise überdenken, Strukturen prüfen", so Gönül. „Hätte man diesen Prozess abgewartet, wäre der Austritt Reichelsheims so nicht nötig gewesen."

Solidargemeinschaft nicht vorschnell aufgeben 

Die FREIE WÄHLER betonen, dass sie weiterhin die Stärkung des Elisabethenhofs unterstützen. Gleichzeitig warnen sie davor, eine seit Jahrzehnten bestehende Solidargemeinschaft vorschnell aufzukündigen – insbesondere dann, wenn sich nun realistische Alternativen abzeichnen. „Das Tierheim Wetterau ist eine überörtliche Pflichtaufgabe. Wenn Kommunen sie nicht mehr gemeinsam stemmen wollen, muss man ehrlich über die Konsequenzen sprechen", so Gönül. „Die aktuellen Beschlüsse zeigen: Es gab und gibt Handlungsspielräume." 

Forderung: Entscheidung überdenken 

Die FREIE WÄHLER Reichelsheim fordern vor diesem Hintergrund, die getroffene Austrittsentscheidung politisch neu zu bewerten und die weiteren Ergebnisse des Tierheim-Vorstands abzuwarten. „Jetzt kommt Bewegung in das Thema. Das bestätigt unsere Haltung: Erst prüfen, dann entscheiden – nicht umgekehrt", so Gönül abschließend.



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