Im März 2024 haben sich Oliver Kröker und Dr. Mike Rinker als Gruppe parteiunabhängiger Gemeindevertreter unter dem Namen Pro Wöllstadt zusammengetan. Zuvor waren beide führend in der CDU Fraktion aktiv. Binnen eines Jahres hat sich Pro Wöllstadt zu einer dynamischen Bewegung in der Gemeinde entwickelt.
"Der positive Zuspruch aus der Bevölkerung hat selbst uns alte Hasen der Kommunalpolitik überrascht", sagt Oliver Kröker, seit 35 Jahren Mitglied der Wöllstädter Gemeindevertretung. Und Dr. Rinker, auch schon 23 Jahre kommunalpolitisch aktiv, stellt fest: "Wir werden fast jede Woche von Menschen aus dem Ort angesprochen, die sich mit tollen Ideen und Anregungen, aber auch mit ihren Sorgen und Nöten an uns wenden".
Die beiden Gemeindevertreter agieren komplett unabhängig. "Wir fühlen uns ausschließlich dem Wohl der Gemeinde und ihrer Menschen verpflichtet", so Kröker. Partei- und Fraktionsdenken gebe es bei Pro Wöllstadt nicht. Ihr sachlicher und lösungsorientierter Kurs stößt auf wachsende Unterstützung. Die logische Konsequenz: Im Januar 2025 wurde "Pro Wöllstadt" offiziell als unabhängige Wählergruppe gegründet – mit dem Ziel, bei der Kommunalwahl 2026 erstmals anzutreten.
Über 40 Anträge für Wöllstadt haben Kröker und Rinker in der Gemeindevertretung als Gruppe Pro Wöllstadt bereits gestellt. Im deutlichen Gegensatz zu den drei Fraktionen, die nur wenig aktiv seien. Viele der Pro Wöllstadt Initiativen basieren direkt auf Hinweisen aus der Bevölkerung. Rinker: "Unser Ziel ist stets, nachhaltige Verbesserungen für Wöllstadt zu erzielen." Bislang wurden 43 Anträge zur Abstimmung gebracht. 40 wurden abgelehnt, davon 38 von FWG, CDU und SPD gemeinsam. „Diese Zahlen sprechen für sich“, so Kröker. Es werde im Ort längst wahrgenommen, es gehe in der Ortspolitik nicht um Inhalte, sondern nur darum, wer einen Antrag gestellt habe. Erst jüngst sei ein Antrag vom Gemeindevorstand mit breiter Mehrheit beschlossen worden, der Monate zuvor noch von den drei Fraktionen abgelehnt wurde, als er mit ähnlichem Inhalt von Pro Wöllstadt gestellt wurde.
Gerade dieses Verhalten unterstreiche aus Sicht von Pro Wöllstadt die Notwendigkeit einer neuen politischen Kraft in der Gemeindevertretung. Pro Wöllstadt stelle Sachargumente über parteitaktisches Denken. Das sei sogar in der Satzung der Wählergruppe verankert: In der Gemeindevertretung werden Anträge von einzelnen Gemeindevertretern, Gruppen und Fraktionen nach ihrem Inhalt bewertet, nicht nach der Person des Antragstellers, heißt es dort.
Inzwischen hat sich ein starkes Pro Wöllstadt Team unter der Führung von Christine Yazdani und Sascha Baade gebildet. "Wir wachsen stetig", stellt die Pro Wöllstadt Vorsitzende Yazdani fest. Unter dem Slogan "Wöllstadt kann mehr" fänden sich Menschen aus dem Ort zusammen, denen es nicht um Parteigedanken, sondern ausschließlich um gute Lösungen für Wöllstadt gehe. "Die althergebrachten Politstrukturen erfüllen auch vor Ort schon lange nicht mehr die Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger", findet Baade, stellvertretender Vorsitzender der Wählergruppe. Mit Pro Wöllstadt hätten die Wöllstädterinnen und Wöllstädter im Frühjahr des kommenden Jahres die Option, sich für einen politischen Neuanfang zu entscheiden. "Wer dabei sein möchte, kann gerne bei uns mitmachen", so Baade abschließend.
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