Großer Andrang, intensive Diskussionen und spürbare Sorge um die Zukunft der Gemeinde: Das Wahl-Café der CDU Wöllstadt am 1. März im Kulturraum Ober-Wöllstadt war sehr gut besucht.
Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, sich aus erster Hand über die Konzepte der CDU zu informieren – und stellten viele konkrete Fragen zur finanziellen Situation Wöllstadts.Auch der Vorsitzende der Kreis-CDU, Michael Hahn, fand den Weg nach Wöllstadt und zeigte sich beeindruckt von der Professionalität und der Detailtiefe der präsentierten Fokus-Themen. „Hier ist offensichtlich ein kompetentes Team am Werk, welches die Situation in Wöllstadt wieder auf eine sichere Basis bringen kann. Eine starke CDU im Kreistag wird helfen, im Zusammenspiel von Kreis und Kommune, Wöllstadt wieder handlungsfähiger zu machen", so Hahn.
Die FWG/SPD-Mehrheit weist darin ein Plus von 3,19 Millionen Euro aus. Wie die CDU im Rahmen der Veranstaltung deutlich machte, basiert dieses Ergebnis jedoch nicht auf einem strukturell ausgeglichenen Haushalt, sondern auf der Auflösung von Rücklagen in Höhe von über 5 Millionen Euro. Im laufenden Betrieb entsteht weiterhin ein Defizit von mehr als 2 Millionen Euro. Der Fraktionsvorsitzende der CDU Wöllstadt, Dr. Lukas Wanka, brachte es vor den Gästen auf den Punkt: „Ein Haushalt ist dann solide, wenn laufende Einnahmen die laufenden Ausgaben decken. Wer Rücklagen einsetzt, um strukturelle Defizite zu kaschieren, verschiebt die Probleme – er löst sie nicht." Besonders kritisch diskutiert wurde die hohe Steuerbelastung. Mit 698 Prozent bei der Grundsteuer B und 648 Prozent bei der Grundsteuer A zahlen Bürgerinnen, Bürger und Betriebe so viel wie nie zuvor. Dennoch bleibt ein strukturelles Defizit bestehen.
„Wir verlangen den Menschen Rekordsteuern ab und schaffen es trotzdem nicht, die laufenden Kosten zu decken. Das zeigt: Es fehlt nicht an Einnahmen, sondern an klarer Prioritätensetzung." Zudem verwies die CDU auf Investitionsverpflichtungen von rund 12 Millionen Euro sowie auf die klare Aussage der Verwaltung, dass die Rücklagen spätestens 2029 aufgebraucht sein werden. Viele Besucher äußerten die Sorge, dass Wöllstadt damit seine finanzielle Selbstständigkeit verlieren könnte. Neben der Haushaltslage standen auch Themen wie Kinderbetreuung, Gewerbeentwicklung, interkommunale Zusammenarbeit und eine effizient organisierte Verwaltung im Fokus. Die CDU stellte konkrete Maßnahmen vor, um die strukturellen Defizite abzubauen und wieder nachhaltige Handlungsspielräume zu schaffen.
Das Fazit des Nachmittags war eindeutig: Die finanzielle Lage Wöllstadts bewegt viele Menschen. Die anstehende Wahl wird als Richtungsentscheidung wahrgenommen. „Es geht nicht um parteipolitische Symbolik, sondern um die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde. Wöllstadt braucht einen Kurswechsel – jetzt", so das abschließende Signal der CDU. Die CDU kündigte an, den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern am kommenden Sonntag, 8. März ab 15:00 Uhr im Bürgerhaus Nieder-Wöllstadt fortzusetzen.
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